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Lehmbruck Museum blickt zurück: 100 Jahre Duisburger KünstlerBund

Einblicke und Rückblicke auf vielfältige Kunstlandschaft in Duisburg
Von Petra Grünendahl

Duisburger KünstlerBund im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.
Das Lehmbruck Museum verfügt in seiner Sammlung über eine vielfältige Auswahl an Werken Duisburger Künstler. Etwa die Hälfte der ehemaligen oder aktuellen Mitglieder des Dusiburger KünstlerBundes sind mit mindestens einem Werk in der Sammlung vertreten, manche sogar mit mehreren. Das Lehmbruck Museum hat nun das 100-jährige Jubiläum des Duisburger KünstlerBundes zum Anlass genommen, eine spannende und vielfältige Auswahl von 42 Skulpturen, Gemälden, Zeichnungen und Fotografien von 35 Künstlern aus einem Zeitraum von 1930 bis 2008 der Öffentlichkeit zu zeigen. Die erste Ausstellung des Duisburger Künstlerbundes fand 1925 in den Räumen des Duisburger Museumsvereins an der Tonhallenstraße statt. Dieser Verein ging später im Freundeskreis des Wilhelm Lehmbruck Museum auf und brachte seine Sammlung und damit auch Werke aus den Gründungsjahren des Duisburger KünstlerBundes in den Grundstock des 1964 gegründeten Skulpturenmuseums ein.

 

Museumsdirektorin Söke Dinkla und Alexander Voß vom Duisburger KünstlerBund im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.
Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla stellte zusammen mit Alexander Voß vom Duisburger KünstlerBund die Studioausstellung im Untergeschoss des Lehmbruck Museums vor. „Uns ist es wichtig, die Arbeit Duisburger Künstler durch regelmäßige Ausstellungen einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren. Diese Ausstellung ermöglicht uns eine beeindruckende Zeitreise, gibt einen Einblick in die Entwicklung der bildenden Kunst in Duisburg und würdigt so das Wirken der Künstler in unserer Stadt“, sagte Söke Dinkla. „Diese Studioausstellung bietet einen guten Blick zurück auf die letzten 100 Jahre“, sagte Alexander Voß, der auch verriet, dass die früher informelle Künstlervereinigung sich erst vor wenigen Jahren als eingetragener Verein konstituiert hatte und zur Zeit 21 Mitglieder hat. Bis zum Jahresende wird es noch weitere Ausstellungen des KünsterBundes und Veranstaltungen zum Jubiläum in Duisburg geben. Offiziell eröffnet wird die Ausstellung im Lehmbruck Museum mit geladenen Gästen morgen Abend. Ab Samstag ist sie dann fürs Publikum zugänglich.

 

 
Duisburger KünstlerBund

Duisburger KünstlerBund im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.
Der Duisburger KünstlerBund ist die älteste Künstlervereinigung unserer Stadt. Im Gründungsjahr 1923 haben sich zehn Maler, Bildhauer und Fotografen zusammengeschlossen, um den sozialen und wirtschaftlichen Krisen zu trotzen. Als ,,Notgemeinschaft” gegründet, hat es der KünstlerBund stets verstanden, sich durch jüngere Kräfte zu erneuern und in die Stadtbevölkerung hinein zu wirken. Nur während der nationalsozialistischen Jahre unterbrochen, haben Mitglieder der Künstlervereinigung in zeitlichen Abständen neue Werke in gemeinsamen Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert. Seit der Gründung haben die Duisburger Künstler nicht nur mit ihren Werken, sondern auch mit ihren Aktivitäten das kulturelle Leben in Duisburg enorm bereichert. Hier sind vor allem die Ausstellungen im Wilhelm Lehmbruck Museum, der cubus kunsthalle und der Galerie Rheinhausen zu nennen. Solidarität und Kooperation wird in dieser Gemeinschaft praktiziert und damit in der postindustriellen Stadt Duisburg ein überaus kreativer Beitrag zum kulturellen Leben der Metropole geleistet.

Kataloge des Duisburger KünstlerBundes im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.
Das Lehmbruck Museum hat dieses Engagement von Beginn an durch regelmäßige Ausstellungen und durch Erwerbungen gefördert. Diese werden u. a. auch an die städtischen Ämter ausgeliehen und sind dort zu sehen. Die Jubiläumsausstellung zeigt nun erstmals ausgewählte Werke von Künstlern des KünstlerBundes aus der Sammlung des Lehmbruck Museums. Der Katalog „So ist das jetzt“ zum 100-Jährigen des Duisburger Künstlerbundes (22 Euro, als pdf hier zusammen mit anderen Publikatione) ist ebenso an der Museumskasse zu haben wie ein Buch zur Ausstellung von Werken der Gründungsmitglieder im Museum St. Laurentius in Rheinhausen (25 Euro).
www.duisburger-kuenstlerbund.de

 

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Das Lehmbruck Museum

Lehmbruck Museum im Kant-Park. Foto: Petra Grünendahl.
Das mitten in Duisburg im Kant-Park gelegene Lehmbruck Museum ist ein Museum für Skulptur. Seine Sammlung moderner Plastiken von Künstlern wie Alberto Giacometti, Pablo Picasso, Hans Arp und natürlich Wilhelm Lehmbruck ist europaweit einzigartig. Beheimatet ist das Museum in einem eindrucksvollen Museumsbau inmitten eines Skulpturenparks, der zum Schlendern und Entdecken einlädt.

 

Duisburger KünstlerBund im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.
Namensgeber des Hauses ist der Bildhauer Wilhelm Lehmbruck, der 1881 in Meiderich, heute ein Stadtteil von Duisburg, geboren wurde. Lehmbruck ist einer der bedeutendsten Bildhauer der Klassischen Moderne. Er hat mit seinem Werk maßgeblichen Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen und ist auch nach seinem frühen Freitod im Jahr 1919 bis heute einflussreich geblieben. Das Lehmbruck Museum entstand 1964 nach den Entwürfen von Lehmbrucks Sohn Manfred (1913–1992). Der ab 1983 errichtete Erweiterungsbau wurde 1987 eröffnet.
www.lehmbruckmuseum.de

 
Impressionen aus der Ausstellung. Fotos: Petra Grünendahl

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Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Duisburger KünstlerBund im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.
Die Studioausstellung des Duisburger KünstlerBundes ist im Untergeschoss des Lehmbruck Museums bis zum 1. Oktober zu sehen. Geöffnet ist das Lehmbruck Museum dienstags bis freitags ab 12 Uhr, samstags und sonntags ab 11 Uhr. Die Öffnungszeiten gehen bis 17 Uhr, donnerstags an Terminen der plastikBAR (erster Donnerstag im Monat ab 17.30 Uhr) bis 20 Uhr. An Feiertagen gelten ggf. besondere Öffnungszeiten. Regulär kostet der Eintritt 9 Euro (ermäßigt* 5 Euro), eine Jahreskarte 35 Euro (ermäßigt* 20 Euro). Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre in Begleitung von Angehörigen sowie Blinden- und Demenzbegleitung haben kostenlos Eintritt. Schulklassen und Kindergärten zahlen pro Person 2 Euro (gilt nur für Selbstführergruppen), eine Familienkarte (2 Erwachsene plus Kinder bis 14 Jahre) gibt es für 15 Euro. Jeden ersten Freitag im Monat gilt: „Pay what you want“. Ausgenommen davon sind angemeldete Gruppen.

Duisburger KünstlerBund im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.
Zu seinen Sonderausstellungen bietet das Lehmbruck Museum verschiedene Veranstaltungen als Rahmenprogramm an. Öffentliche Führungen durch das Museum gibt es jeden Sonntag um 11.30 Uhr. Für Informationen steht die Kunstvermittlung des Lehmbruck Museums unter Telefon 0203 / 283-2195 oder eMail kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de zur Verfügung (Zu Preisen und Buchungen für Führungen geht es hier). Tickets für Führungen und Veranstaltungen können vorab im Ticket-Shop des Museums gebucht werden.

 
(*) Ermäßigung erhalten gebuchte Gruppen, Selbstführer ab 20 Personen, Menschen mit Behinderung (ab 70 Prozent), Schüler & Studenten, Wehr- & Zivildienstleistende sowie Menschen mit Sozialhilfebezug.

 
© 2023 Petra Grünendahl (Text)
Fotos: Petra Grünendahl

 
 

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