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Gewittermythen entzaubert: Die Wahrheit hinter verbreiteten Annahmen zu Blitz und Donner

Gewitter über Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.
 
Gewitter sind oft von verschiedenen Mythen und Aberglauben umgeben. Ob man Buchen suchen muss und der Blitz niemals zweimal einschlägt, weiß die Debeka, eine der größten Versicherungen und Bausparkassen in Deutschland.

Mythos 1: Buchen musst du suchen, Eichen musst du weichen
Falsch! Und sicherlich einer der gefährlichsten Mythen, denn bei Gewitter sollte man ALLE Bäume meiden. Schlägt der Blitz in den Stamm ein, kann die Spannung überspringen oder Äste brechen ab. Wer beim Gewitter unterwegs ist, sollte besser ein Gebäude aufsuchen oder sich ins Auto setzen. Im offenen Gelände eine Senke suchen, sich hinhocken und klein halten, um das Risiko eines Blitzeinschlags zu minimieren.

Mythos 2: Der Blitz schlägt nie zweimal an derselben Stelle ein
Falsch! Tatsächlich kann ein Blitz mehrmals an derselben Stelle einschlagen. Insbesondere, wenn der Ort eine hohe Anziehungskraft für Blitze hat bzw. einen geringen elektrischen Widerstand, wie beispielsweise hohe Gebäude oder Türme. Blitze schlagen in der Regel an Orten mit dem Weg des geringsten elektrischen Widerstands ein. Hohe, spitze Strukturen wie Bäume, Gebäude, Masten, Türme und Berge sind typische Angriffsziele für Blitze, weil sie den kürzesten Weg zur Erde bieten. Vorhersehbar ist es allerdings nicht.

Mythos 3: Bei Gewitter ist Schwimmen lebensgefährlich
Wahr! Sofort raus aus dem Wasser! Wasser ist ein exzellenter Leiter für elektrische Energie, auch wenn der Blitz nicht direkt ins Wasser einschlägt, kann er elektrische Ladungen in der Umgebung verteilen. Und sogar in mehr als 100 Meter Entfernung. Beim Schwimmer können diese Ströme einen Schock auslösen und zum Ertrinken führen.

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Mythos 4: Bei Gewitter ist man im Auto sicher
Wahr! Das Auto dient bei einem Blitzeinschlag als sogenannter Faraday’scher Käfig. Der Strom wird bei einem einschlagenden Blitz dank der Karosserie um die Insassen herum gelenkt und direkt in die Erde abgeleitet. Solange man im Auto keine Metallteile berührt. Für Wohnmobile und Cabrios gilt das auch, wenn das Verdeck geschlossen bleibt. Fahrradfahrer und Motorradfahrer sollten bei Gewitter besser absteigen und sich von dem Gefährt entfernen.

Mythos 5: Bei Gewitter alle Stecker ziehen
Jein, in Gebäuden mit Blitz- und Überspannungsschutz ist es eigentlich nicht nötig, alle Stecker der Elektrogeräte bei Gewitter herauszuziehen. Wer sich unsicher ist, ob ein solcher Schutz überhaupt vorhanden ist, sollte besonders teure oder empfindliche Elektronik vom Netz nehmen. Überspannungsschäden an Elektrogeräten über die Hausratversicherung abgesichert. Allerdings lohnt ein Blick in die Versicherungsbedingungen: Je nach Anbieter oder Versicherungstarif ist die Entschädigungsgrenze für Überspannungsschäden prozentual gedeckelt.
Debeka Allgemeine Versicherung AG
Foto: Petra Grünendahl

 

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