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Deutsche Oper am Rhein: Rossinis „Barbier von Sevilla“ begeisterte im Theater Duisburg

Von der romantischen Liebe zur Traumhochzeitg
Von Petra Grünendahl

César Cortés (Almaviva), Christian Kiefer (Gitarist), Kimberley Boettger-Soller (Rosina), Jake Muffett (Figaro). Foto: Jochen Quast.
Der Graf Almaviva (César Cortés) hat sich Rosina (Kimberley Boettger-Soller): Mit ausgefallenen Geschenken und Gesangseinlagen wirbt er um das junge Mädchen und gibt sich dabei als mittelloser Student Lindoro aus. Ebenso um das vermögende Mädchen bemüht sich ihr Vormund Don Bartolo (Giulio Mastrototaro), der es – selber eher knapp bei Kasse – auf ihr Geld abgesehen hat. Mit Hilfe seines Freundes Don Basilio (Bogdan Taloș) will er Rosina bewegen, ihn zu heiraten. Streng bewacht er sie und sperrt sie im seinem Haus ein.
Kimberley Boettger-Soller (Rosina), Giulio Mastrototaro (Bartolo), Anke Krabbe (Berta). Foto: Jochen Quast.
Sie ist aber dem armen Studenten in Liebe zugetan und will mit ihm aus ihrem Gefängnis fliehen. Figaro (Jake Muffett), der Barbier von Sevilla, der im Haus Don Bartolos ein und aus geht, unterstützt seinen Freund Almaviva bei dessen Werbung um Rosina tatkräftig. Almaviva versucht zunächst als betrunkener Soldat, dann als Musiklehrer Don Alonso in Rosinas Nähe zu kommen. Zwar erkennt sie ihren Lindoro, jedoch weigert sie sich im zweiten Akt – durch eine Intrige Don Bartolos getäuscht – ihm zu folgen und will doch ihren Vormund heiraten. Der Graf outet sich gegenüber seiner Liebsten, die ihren Irrtum und die Intrige erkennt. Die beiden heiraten vor dem von Don Bartolo bestellten Notar – mit Figaro und Don Basilio als Trauzeugen. Der Graf verzichtet auf Rosinas Mitgift und Don Bartolo bandelt mit der Haushälterin Berta (Anke Krabbe) an.

 

César Cortés (Almaviva), Kimberley Boettger-Soller (Rosina). Foto: Jochen Quast.
Mit minutenlangen, teils stehenden Ovationen feierte das begeisterte Publikum im Theater Duisburg die Premiere der Oper „Il Barbiere di Siviglia“ (Der Barbier von Sevilla) von Gioachino Rossini (1792–1868): Und das völlig zu Recht, denn die Akteure auf und vor der Bühne hatten eine ganz fantastische Vorstellung abgeliefert. Bereits 2021 hatte diese Inszenierung von Maurice Lenhard ihre Düsseldorfer Premiere gefeiert. Die komische Oper (Melodramma buffo) von 1816 basiert auf der Komödie „Le barbier de Séville ou la Précaution inutile“ von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais: Dem ersten Teil der Figaro-Trilogie, deren Fortsetzung (den zweiten Teil) Wolfgang Amadeus Mozart 1796 mit Figaros Hochzeit (Le nozze di Figaro) auf die Opernbühne gebracht hatte. Der dritte Teil hatte nie eine Opern-Adaption erfahren. Das Libretto zu Rossinis Oper schrieb Cesare Sterbini. Gesungen wird in italienischer Sprache, deutsche Übertitel erleichtern das Verständnis der Handlung. Der etwas über 2¾-ständige Opernabend in zwei Akten (inklusive eine Pause) ist empfohlen ab 12 Jahren.

 

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Akteure bereiteten Publikum einen genussvollen Abend

César Cortés (Almaviva), Giulio Mastrototaro (Bartolo). Foto: Jochen Quast.
Die Sänger glänzten mit anspruchsvollen Gesangspartien ebenso wie mit ihrer schauspielerischen Darstellung der Charaktere. Ihnen zur Seite stand der Herrenchor der Deutschen Oper am Rhein unter der Leitung von Patrick Francis Chestnut. Rossinis virtuose und mitunter sehr temporeiche Komposition meisterten bravouröse Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Gastdirigent Antonino Fogliani. Musikalisch unterstützt werden die Philharmoniker dabei von Gitarist Christian Kiefer (auf der Bühne) und Anastasiya Titovych am Hammerklavier (im Orchestergraben). Das Bühnenbild gestaltete Malina Raßfeld, ins rechte Licht gesetzt wurde es Volker Weinhart. Die Kostüme entwarf Christina Geiger.

 

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Ein kleiner Vorgeschmack:

 
Weitere Termine im Theater Duisburg:

Jake Muffett (Figaro), Kimberley Boettger-Soller (Rosina), César Cortés (Almaviva). Foto: Jochen Quast.
Sa | 23. Dezember 2023 | 19:30 Uhr,
Mo | 25. Dezember 2023 | 18:30 Uhr,
So | 31. Dezember 2023 | 19:00 Uhr,
So | 14. Januar 2024 | 18:30 Uhr,
Fr | 26. Januar 2024 | 19:30 Uhr und
Mi | 6. März 2024 | 19:30 Uhr.

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Deutsche Oper am Rhein

09/15
Giulio Mastrototaro (Bartolo), Anke Krabbe (Berta), César Cortés (Almaviva), Kimberley Boettger-Soller (Rosina). Foto: Jochen Quast.
Die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg gGmbH ist eine Theatergemeinschaft der Städte Düsseldorf und Duisburg, die auf eine lange Tradition der Zusammenarbeit zwischen den beiden Großstädten zurückblicken kann. Seit ihrer Gründung 1956 zählt sie zu den bedeutendsten Opernhäusern Deutschlands. Durch ihr hochrangiges Solistenensemble, den Chor sowie die national wie international gefeierte Compagnie Ballett am Rhein hat sie sich zu einer der ersten Adressen für Musiktheater und Tanz in Europa entwickelt. Sie ist in der größten und dichtesten Kulturregion Deutschlands beheimatet. Allein die beiden Städte Düsseldorf und Duisburg zählen zusammen fast 1,1 Millionen Einwohner, aber auch die umliegenden Regionen und eine große Zahl auswärtiger Gäste profitieren vom hochkarätigen künstlerischen Angebot der Deutschen Oper am Rhein.
www.operamrhein.de

 

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Tickets kosten samstags zwischen 17,00 und 69,00 Euro, Silvester (inkl. Begrüßungsgetränk) zwischen 36,70 und 91,50 Euro. Eintrittskarten gibt es online ebenso wie in der gemeinsamen Theaterkasse von Theater Duisburg und Deutscher Oper am Rhein im ehemaligen Restaurant „Theaterkeller“. Der Eingang befindet sich auf der rechten Seite des Theaters gegenüber vom Duisburger Hof (Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10 – 18.30 Uhr, Sa 10 bis 18 Uhr). Karten bestellen kann man auch per Telefon 0203 / 283-62100, Fax 0203 / 283-62210 oder eMail karten@theater-duisburg.de. Die Theaterkasse am Eingang öffnet 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Möglichkeiten für Ermäßigungen bei den Ticketpreisen findet man auf den Webseiten der Deutschen Oper am Rhein bei den Buchungen aufgeführt. Eine halbe Stunde vor Beginn gibt es eine Einführung im Opernfoyer, die einen kurzen Überblick in das Stück, seine Entstehung und die Aufführung gibt.

 
© 2023 Petra Grünendahl (Text)
Fotos: Jochen Quast

 

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