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Eva von Redecker neue Metropolenschreiberin Ruhr der Brost-Stiftung

Philosophin Eva von Redecker erkundet für neun Monate das Ruhrgebiet

Die Philosopin Eva von Redecker ist neue Metropolenschreiberin Ruhr der Brost-Stiftung. Foto: Philipp Plum.
Zum Jahresbeginn 2024 zieht die Philosophin Eva von Redecker in die Mülheimer Metropolenschreiber-Residenz ein. Im Auftrag der Brost-Stiftung wird sie für neun Monate das Ruhrgebiet erkunden und nach ihrer Amtszeit darüber ein literarisches Werk veröffentlichen.

Die Brost-Stiftung freut sich, die renommierte Philosophin Eva von Redecker als neue Metropolenschreiberin Ruhr bekanntzugeben. In den kommenden neun Monaten wird sie das Ruhrgebiet erkunden, um ihre Eindrücke und Erlebnisse in literarischer Form festzuhalten. Die Antrittslesung der renommierten Autorin findet am 10. Januar 2024 in Essen statt und markiert den offiziellen Beginn ihres Aufenthalts im Ruhrgebiet.

Eva von Redecker, bekannt für ihre Schriften über Eigentum, sozialen Wandel und ökologische Herausforderungen, äußerte ihre Vorfreude auf diese einzigartige Gelegenheit: „Ich bin ein Landmensch und schreibe über die Gegenwart der Metropolen; meine Themen sind Eigentum, Investitionsströme, Fossilenergie und Arbeitskraft. In Wahrheit habe ich über direkte Eindrücke schon immer viel mehr gelernt als in der Bibliothek. Aber es brauchte doch den äußeren Anlass, die wunderbare Einladung zur Metropolschreiberinnenschaft, um mich aus dem Gemüsegarten ins Ruhrgebiet zu locken. Ich bin unglaublich gespannt auf Begegnungen vor Ort und darauf, im Revier neue Worte und eine halbe Heimat zu finden.“

Die Philosophin, deren jüngstes Buch „Bleibefreiheit“ (S.Fischer 2023) sich mit dem Freiheitsbegriff angesichts der ökologischen Krise auseinandersetzt, bringt eine beeindruckende Expertise in Kapitalismuskritik und Philosophie neuer Protestformen mit. Ihre vielfältige Erfahrung als feste Kolumnistin des Philosophiemagazins und als Moderatorin der Gesprächsreihe „Eva and The Apple“ am Schauspiel Köln unterstreicht ihre Fähigkeit, komplexe Themen zugänglich zu machen.

Eva von Redecker, die zehn Jahre lang an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig war und internationale Forschungsaufenthalte absolvierte, ist bereit, ihre philosophischen Perspektiven in das kulturelle Gefüge des Ruhrgebiets einzubringen.

„Es ist eine wiederkehrende Freude, zum neunten Mal die verlockende Chance, uns und unsere Region besser zu verstehen, ankündigen zu können. Ich begrüße als neue Metropolenschreiberin die großartige Autorin und Philosophin Frau Eva von Redecker. Diese kluge Beobachterin, einfühlsame Versteherin und wunderbare Beschreiberin hat die Einladung der Brost-Stiftung angenommen. Ihre Arbeit wird uns klüger machen. Dafür vorauseilenden Dank“, freut sich Prof. Bodo Hombach, Vorsitzender des Vorstands der Brost-Stiftung.

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Die Brost-Stiftung sieht in der Metropolenschreiberin Ruhr nicht nur eine Bereicherung für die literarische Szene, sondern auch eine Möglichkeit, den kulturellen Austausch und die Verbindung zwischen verschiedenen Regionen zu fördern. Eva von Redecker wird während ihres Aufenthalts im Ruhrgebiet auch an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen, um mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt zu treten und ihre Eindrücke zu teilen.

Antrittslesung im ehemaligen Wohnhaus von Erich und Anneliese Brost
Den ersten Termin für eine Lesung wird Eva von Redecker in ihrer neuen Funktion als Metropolenschreiberin Ruhr heute in der Stiftervilla der Eheleute Brost im Essener Zeißbogen wahrnehmen. Wie sich die Themen ihrer Bücher vielleicht mit dem Ruhrgebiet verbinden lassen, was sie sich von ihrer Zeit im Revier erhofft und welche Erwartungen sie hat, erzählt Eva von Redecker im Gespräch mit Dr. Andreas Friedolin Lingg, Wirtschaftsphilosoph und -historiker an der Universität Witten/Herdecke. Ergänzend dazu wird sie aus mehreren ihrer bisherigen Werke vorlesen und so allen Anwesenden einen Ein- und Überblick ihres bisherigen Schaffens vermitteln.

Anmeldungen zur Antrittslesung werden noch bis zum 8. Januar per Mail an veranstaltungen@broststiftung.ruhr entgegengenommen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Metropolenschreiberin Ruhr, Eva von Redecker, auf ihrem literarischen Abenteuer zu begleiten und die Vielfalt des Ruhrgebiets durch ihre Augen zu erleben. Die Teilnahme an der Antrittslesung ist kostenlos.

Das Metropolenschreiber-Projekt der Brost-Stiftung
Die Brost-Stiftung setzt sich seit ihrer Gründung für kulturelle, soziale und bildungsrelevante Projekte ein. Metropolenschreiber Ruhr ist ein Projekt der Brost-Stiftung, das seit 2017 Autoren außerhalb des Ruhrgebiets einlädt, bis zu einem Jahr in der Region zu leben und ihre Eindrücke literarisch zu verarbeiten. Mit diesem Ansatz soll ein individueller Blick von außen auf die Region geworfen werden, um das Ruhrgebiet aus einer neuen Perspektive zu entdecken. So kann das Ruhrgebiet aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und die regionale Vielfalt literarisch erfasst werden.
Brost-Stiftung
Foto: Philipp Plum

 

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