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Thyssenkrupp Steel und RWE schließen Vertrag über Lieferung von grünem Strom

Versorgung der ersten Direktreduktionsanlage mit regenerativer Energie

  • Erster Grünstrom-Liefervertrag zur Versorgung der Direktreduktionsanlage.
  • Erneuerbare Energie ist ein Eckpfeiler des Transformationsprojekts tkH2Steel.
  • Enge Zusammenarbeit zwischen thyssenkrupp Steel und RWE zur Erreichung der Klimaziele.
  • Energie wird im RWE Offshore-Windpark Kaskasi in der Nordsee erzeugt.

Die Offshore-Windenergie spielt eine entscheidende Rolle bei der Energieversorgung des Transformationsprojekts tkH2Steel, und trägt maßgeblich zur Erreichung unserer Klimaziele bei. Foto: RWE / tkse.
thyssenkrupp Steel und RWE haben einen langfristigen Grünstrom-Liefervertrag (Power Purchase Agreement, PPA) unterzeichnet, um die erste Direktreduktionsanlage am Standort Duisburg mit elektrisch betriebenen Einschmelzern mit grünem Strom zu versorgen. Der Vertrag, mit einer Laufzeit von 10 Jahren, sieht eine Liefermenge von ca. 110 GWh pro Jahr vor. Der Strom wird im RWE Nordsee Offshore-Windpark Kaskasi, 35 Kilometer vor der Küste Helgolands, erzeugt. Damit leistet die Offshore-Windenergie zukünftig einen maßgeblichen Beitrag zur Energieversorgung des Transformationsprojekts tkH2Steel und hilft, die Klimaziele zu erreichen. Um die Anlage vollständig mit Grünstrom zu versorgen, sind weitere Verträge mit Ökostromerzeugern notwendig.

Elektroroheisen aus regenerativer Energie: Die Primärstahlproduktion wird klimafreundlich
Die Direktreduktionsanlage wird in Verbindung mit den beiden elektrisch betriebenen Einschmelzern als technologisch neue Anlagenkombination in das größte europäische Hüttenwerk integriert. Die 100 Prozent wasserstofffähige Direktreduktionsanlage produziert aus Eisenerzen direkt reduzierteres Eisen (DRI), sogenannten Eisenschwamm. In den beiden baugleichen Einschmelzern wird das DRI mit Hilfe von grünem Strom zu Roheisen erschmolzen. Mit einer Kapazität von 2,3 Millionen Tonnen regenerativ erzeugtem Roheisen pro Jahr können bereits bis zu 3,5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen jährlich vermieden werden. Dieser innovative Ansatz ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Produktion von Stahl.

Grüner Strom ist das Fundament einer nachhaltigen Industrie
Die Partnerschaft mit RWE ist ein wichtiger Baustein der Energiestrategie des Unternehmens im Rahmen des Transformationsprojekts tkH2Steel mit dem Zielbild einer nachhaltigen Stahlherstellung. Diese Strategie sieht vor, den Bedarf an regenerativ erzeugtem Strom sukzessive zu steigern und damit die Weichen für eine klimaneutrale Produktion zu stellen.

„Erneuerbare Energie ist neben dem Einsatz von regenerativ erzeugtem Wasserstoff – hierfür läuft derzeit eine separate öffentliche Ausschreibung an – ein Kernpunkt unserer Transformationsstrategie“, erklärt Dr. Arnd Köfler, Chief Technology Officer bei thyssenkrupp Steel. „Die Zusammenarbeit mit RWE ist der Auftakt, um den Bedarf an regenerativ erzeugtem Strom für das Projekt tkH2Steel zu decken. Mit dem Abschluss dieses PPA gehen wir den Weg zu einer klimaneutralen Produktion einen Schritt weiter.“

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Auch Ulf Kerstin, Chief Commercial Officer von RWE Supply & Trading, begrüßt die Zusammenarbeit: „Wir freuen uns, thyssenkrupp Steel bei der Dekarbonisierung der Stahlproduktion unterstützen zu können. Mit unserer 2021 gestarteten Investitions- und Wachstumsoffensive Growing Green bauen wir unser Grünstrom-Portfolio auch in Deutschland weiter aus und tragen maßgeblich zum Gelingen der Energiewende bei. Kaskasi ist unser sechster Windpark in der deutschen Nordsee, die nächsten Parks sind schon in der Entwicklung. Mit dem Nordseecluster entstehen in den kommenden Jahren weitere 1,6 Gigawatt Offshore-Windkraft.“

Die Unterzeichnung des Grünstrom-PPA zwischen thyssenkrupp Steel und RWE unterstreicht die Notwendigkeit und das Engagement beider Unternehmen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Energieversorgung in der Industrie.
thyssenkrupp Steel Europe AG

 

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