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thyssenkrupp Steel beliefert Fernwärmeverbund Niederrhein mit Abwärme aus Sinteranlage

Nachhaltige Fernwärme für 15.000 Haushalte

Vertragsunterzeichnung bei den Stadtwerken Dinslaken (v. l.): Dirk Broska, Josef Kremer (Geschäftsführung FVN), Dirk Wallstein und Jörg Stahlhut (Wallstein Unternehmensgruppe). Foto: Stadtwerke Dinslaken.
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Für die Fernwärmeversorgung in Dinslaken, Voerde, Duisburg und Moers werden künftig aus der Sinteranlage 3 in Duisburg-Hamborn bis zu 200 Gigawattstunden Wärme aus Abwärme pro Jahr zur Verfügung gestellt. Am Dienstag unterzeichneten der Fernwärmeverbund Duisburg/ Dinslaken und der Anlagenbauer Wallstein den Vertrag über den Bau des Wärmeübertragers.

Auf dem Weg zur klimaschonenden Wärmeversorgung der Region haben die Stadtwerke Dinslaken GmbH und die Stadtwerke Duisburg AG gemeinsam über ihre Tochtergesellschaft, der Fernwärmeverbund Niederrhein Duisburg/ Dinslaken GmbH & Co. KG (FVN) einen weiteren Meilenstein erreicht. Nachdem 2021 zwischen dem FVN und thyssenkrupp Steel ein Wärmeliefervertrag zur Nutzung von Abwärme aus dem Sinterband 3 geschlossen wurde und alle genehmigungsrechtlichen und förderungstechnischen Rahmenbedingungen geklärt sind, unterzeichnete die Geschäftsführung der FVN am Dienstag, 30. April, im Beisein eines Vertreters von thyssenkrupp Steel mit der Wallstein Unternehmensgruppe den Anlagenbauvertrag zur Errichtung der Anlage zur Wärmeauskopplung.am Drehkühler der Sinteranlage 3. Dort können künftig bis zu 200 GWh/a Wärme für rd. 15.000 fernwärmeversorgte Haushalte generiert werden. Die übertragbare Wärmeleistung beträgt rund 40 MW.

thyssenkrupp Steel: Die Sinteranlage in Duisburg-Hamborn. Foto: Rainer Kaysers / thyssenkrupp Steel.
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Die Nutzung der industriellen Abwärme schont das Klima gleich doppelt. Einerseits wird durch die Nutzung von unvermeidbarer Abwärme über einen Wärmeübertrager als Alternative zu Heizwerken kein zusätzliches Kohlendioxid bei der Wärmeerzeugung produziert, andererseits kühlt sich die im industriellen Prozess anfallende Abwärme bei der Übertragung der Wärmeleistung um rund 60 Prozent ab und erwärmt daher die Atmosphäre weniger, als wenn sie ungenutzt den Schornstein verlässt.

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Industrielle Abwärme aus den Fertigungsprozessen von thyssenkrupp Steel wird seit Anfang der 1980er Jahre als eine Wärmequelle für die Fernwärmeversorgung in Dinslaken, Voerde, Duisburg und Moers genutzt. Bisher erfolgt die Wärmeauskopplung am Warmwalzwerk in Duisburg-Beeckerwerth und am Hochofen in Duisburg Schwelgern. Die Wärmeauskopplung der Sinteranlage erhöht den Anteil der Abwärmenutzung noch einmal deutlich und verdrängt damit große Mengen fossiler Energien. Die neue Wärmeübertrageranlage sowie die zur Einspeisung der Wärme in die Fernwärmeschiene erforderliche Übergabestation sollen zur Heizperiode 2026 in Betrieb gehen.

Der Fernwärmeverbund Niederrhein Duisburg/Dinslaken GmbH & Co. KG bringt als Betreiber der Fernwärmeschiene Niederrhein Wärme aus industrieller Abwärme, Biomasse-Heizkraftwerken und Erzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung nach Dinslaken, Voerde, Hünxe, Duisburg und Moers. Gesellschafter sind die Stadtwerke Dinslaken GmbH (50 %) und die Stadtwerke Duisburg AG (50 %). Die Wärme wird an die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH und die Fernwärme Duisburg GmbH geliefert.
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH
Fotos: Stadtwerke Dinslaken (1), Rainer Kaysers / thyssenkrupp Steel (1)

 

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