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DFG fördert Sonderforschungsbereiche: Universität Duisburg-Essen wieder erfolgreich

Keksdosen am Campus Duisburg der Universität Duisburg-Essen (UDE). Foto: Petra Grünendahl.
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Mit der Verlängerung von zweien ihrer Sonderforschungsbereiche und der Beteiligung an einem neuen erfolgreichen Verbund in der Universitätsallianz Ruhr konnte sich die Universität Duisburg-Essen in der aktuellen Entscheidungsrunde der Deutschen Forschungsgemeinschaft hervorragend platzieren. Damit führt die Universität mit ihren Kooperationspartnern ihre sehr erfolgreichen Forschungsprojekte in den Neuro- und Verhaltenswissenschaften und der Physik weiter. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat heute bekanntgegeben, dass sie die Sonderforschungsbereiche der Universität Duisburg-Essen für die nächsten vier Jahre mit insgesamt rund 30 Mio. Euro fördert.

Forschungsstark und wettbewerbsfähig im Spitzenfeld: zwei sehr erfolgreiche Sonderforschungs-bereiche (SFB) der Universität Duisburg-Essen (UDE) werden weiter gefördert. Zudem ist die UDE an einem Transregio der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum zur Energie- und Transport-wende beteiligt.

„Sonderforschungsbereiche laufen, wenn sie verlängert werden, bis zu zwölf Jahre – unter strenger Erfolgskontrolle durch die DFG. Ich gratuliere unseren Forschenden, dass sie sich in dieser wissenschaftlichen Königsdisziplin im harten Wettbewerb erneut bewiesen haben! Die Universität Duisburg-Essen in der Universitätsallianz Ruhr hat wieder einmal bestätigt, dass sie Spitzenforschung mit Relevanz für Wissenschaft und Gesellschaft betreibt“, sagt die Rektorin der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Barbara Albert.

Die Prorektorin für Forschung und Nachwuchsförderung, Prof. Dr. Astrid Westendorf: „Ich bin gespannt auf die neuen Forschungsergebnisse in so wichtigen Forschungsfeldern. In den Neuro- und Verhaltenswissenschaften werden für Patient:innen sowie das Gesundheitssystem neue Potenziale entstehen. In der Physik werden neue Materialeigenschaften insbesondere in Halbleitern in Computerchips und Solarzellen nutzbar werden. Ich freue mich sehr über diesen großen Erfolg!“

Ein neues mikroskopisches Verständnis von Nichtgleichgewichtszuständen in der Physik
Materie enthält Atome und Elektronen, die sich aus dem Grundzustand in Zustände höherer Energie überführen lassen – zum Beispiel durch Anregung mit einem Laserpuls. In ähnlicher Weise gerät auch kondensierte, also feste oder flüssige Materie aus dem Gleichgewicht. Eine Dynamik setzt ein, die zu spannenden Veränderungen der Materialeigenschaften führt. Das steht im Fokus der Untersuchungen der Wissenschaftler:innen des SFB 1242 „Nichtgleichgewichtsdynamik kondensierter Materie in der Zeitdomäne“. Das Ziel des Wissenschaftler:innen ist es, ein materialübergreifendes, mikroskopisches Verständnis von Nichtgleichgewichtszuständen im zeitlichen Verlauf zu erarbeiten. Der Sprecher des Forschungsverbunds, Prof. Dr. Uwe Bovensiepen, erklärt: „Wir werden die Methoden der Physik weiterentwickeln und miteinander verzahnen, um die gesamte Entwicklung in Raum und Zeit zu beschreiben – vom Moment des Wirkens des Stimulus über Sekundärprozesse bis hin zu einem Zustand nahe am Gleichgewicht.“ Ein angeregtes System versucht immer, wieder in den Gleichgewichtszustand zu gelangen. So könnte das Verständnis der dynamischen Prozesse Wege öffnen, um Materialien im Nichtgleichgewichtszustand zu halten und so neue Eigenschaften insbesondere für Halbleiter in Computerchips und Solarzellen nutzbar zu machen.
Sprecherhochschule: Universität Duisburg-Essen
SFB 1242 Nichtgleichgewichtsdynamik kondensierter Materie in der Zeitdomäne,
Fördersumme: 13,5 EUR

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Der Einfluss von Erwartungen auf die Wirksamkeit medizinischer Behandlungen
Erwartungen von Patient:innen haben einen erheblichen Einfluss auf den Verlauf von Erkrankungen und die Wirksamkeit von Behandlungen. „Wir wollen unsere Erkenntnisse aus der Grundlagen-forschung in die klinische Anwendung bringen, also Erwartungseffekte systematisch im klinischen Alltag nutzen“, erklärt Prof. Dr. Ulrike Bingel von der Universitätsmedizin Essen, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs/Transregio 289 „Treamtent Expectation“. Hierzu erforscht ein interdisziplinäres Team aus 26 exzellenten Forschenden aus den Bereichen Medizin, Psychologie und den Neurowissenschaften u.a. der Universitäten Duisburg-Essen, Hamburg und Marburg die psychologischen und neurobiologischen Mechanismen von Erwartungseffekten. Der Datenschatz aus Magnetresonanztomographie-Bildern, psychometrischen Daten und klinischen Informationen von über 2.500 Teilnehmenden und Patient:innen ist weltweit einmalig. Diese Daten sind das Herzstück des Verbundes und ebnen den Weg für ein tiefgreifendes Verständnis der Mechanismen und die zukünftige personalisierte Nutzung von Erwartungseffekten. Das Ziel ist es, Patient:innen und medizinisches Personal zu erreichen, um die Behandlungen zu verbessern.
Sprecherhochschule: Universität Duisburg-Essen
Kooperationspartner: FU Berlin, Philips-Universität Marburg, Universität Hamburg
289 (SFB/TRR) Treatment Expectation, Fördersumme: 16,5 MIo Euro

Energieforschung im Sonderforschungsbereich der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum
Die UDE ist am neuen Transregio (TRR) 391 „Spatio-temporal Statistics for the Transition of Energy and Transport“ der TU Dortmund, der Ruhr-Universität Bochum mit weiteren Partner:innen beteiligt. Das Ziel des neuen Großforschungsprojekts ist es, mit neuen Methoden und den gewonnenen Daten beispielsweise Energielasten und Netzstörungen genauer prognostizieren zu können, aber auch zu einem besseren Verständnis des individuellen Energieverbrauchs und Mobilitätsverhaltens beizutragen, Auswirkungen der Umweltpolitik auf Energiepreise zu analysieren und das Management von Logistiknetzen und Lieferketten verbessern.
Sprecherhochschule: TU Dortmund
Weitere antragstellende Universitäten: Ruhr-Universität Bochum
Weitere Partner: Universität Duisburg-Essen, Fachhochschule Dortmund, Karlsruher Institut für Technologie, Universität Hamburg, Universität Münster und RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung
TRR 391 Spatio-temporal Statistics for the Transition of Energy and Transport

 
Universität Duisburg-Essen (UDE)
Die Universität Duisburg-Essen wurde am 1. Januar 2003 durch die Fusion der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg und der Universität-Gesamthochschule Essen (beide 1972) gegründet. Sie gehört mit rund 40.000 Studenten aus 130 Nationen zu den – nach Studentenzahlen – zehn größten deutschen Universitäten. Sie verfügt über ein breites, international ausgerichtetes Fächerspektrum. Sie ist ein Zentrum der nanowissenschaftlichen und biomedizinischen Forschung sowie der Lehrerausbildung in NRW und bietet mehr als 240 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Nach dem Times Higher Education (THE) Ranking belegt die Universität Duisburg-Essen unter den Hochschulen 2020 den 194. Platz weltweit.
www.uni-due.de
Universität Duisburg-Essen (UDE)
Foto: Petra Grünendahl

 

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