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Duisburger Philharmoniker stellten Konzertsaison 2024/2025 vor

Stellten das Programm der Duisburger Philharmoniker für die kommende Spielzeit vor (v. l.): Axel Kober, Linda Wagner und Nils Szczepanski. Foto: Marie Laforge.
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Auf 189 Seiten steigern die Duisburger Philharmoniker die Vorfreude auf die bevorstehende Konzertsaison 2024/2025 – mit dem frisch gedruckten Spielzeitheft „PLAY!“ lüftet das Orchester nun das ein oder andere bis hierhin gut gehütete Geheimnis. Unter anderem um den nächsten „Artist in Residence“ (Pacho Flores), den Musikpreis der Stadt Duisburg (Tanja Tetzlaff) sowie international erfolgreiche Solisten und Dirigenten, die für die Konzerte nach Duisburg anreisen werden.

Die Philharmonischen Konzerte
Die zwölf Philharmonischen Konzerte sind das Herzstück im Konzertkalender der Duisburger Philharmoniker, die mit ihren Programmen den Blick in der kommenden Spielzeit nicht nur auf andere Kontinente, sondern auch auf die eigene bewegte Vergangenheit richten. Neben dem klassisch-romantischen Kernrepertoire – unter anderem mit Richard Strauss‘ Also sprach Zarathustra (im 3. Philharmonischen Konzert) und Mozarts Requiem (im 9. Philharmonischen Konzert) – schaffen die Duisburger Philharmoniker auch eine Bühne für vergessene bzw. verdrängte Künstler der Musikgeschichte: Während Augusta Holmès, Mel Bonis und Charlotte Sohy willensstark ihre künstlerischen Ziele – gegen alle gesellschaftlichen Widerstände in einer männlich dominierten Welt – verfolgten (zu hören im 2. Philharmonischen Konzert), wurden Julia Perry, Joseph Bologne und Florence Price als People of Color aktiv aus dem Repertoire verdrängt (zu hören im 6. Philharmonischen Konzert).

Den Blick auf die eigene Vergangenheit bietet das 11. Philharmonische Konzert, dessen Programm sich auf ein Konzert bezieht, das vor genau 100 Jahren im Rahmen des Musikfests der Stadt Duisburg stattgefunden hat. Es erinnert mit einer Ouvertüre des damaligen Generalmusikdirektors Paul Scheinpflug nicht nur an die reiche Musikgeschichte Duisburgs, sondern ist gleichzeitig eine lebendig-kritische Auseinandersetzung mit dem deutsch-nationalen Kontext des Werkes.

Am Ende der Saison heißt es dann Abschied nehmen von Axel Kober, der als Orchesterchef fast acht Jahre lang die Geschicke der Duisburger Philharmoniker gelenkt hat. Das 12. Philharmonische Konzert mit Arnold Schönbergs monumentalen „Gurre-Liedern“ wird das letzte für ihn in seiner Funktion als Generalmusikdirektor.

Die Philharmonischen Konzerte bringen auch eine ganze Reihe von Debüts internationaler Künstlern mit sich: u.a. der Jazz-Pianist und Komponist Thomas Enhco sowie die brasilianisch-israelische Dirigentin Debora Waldman.

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Trompeter Pacho Flores ist „Artist in Residence“
Eine komplette Spielzeit wird der renommierte Trompeter Pacho Flores die unterschiedlichsten Facetten seines Instruments und seines eigenen künstlerischen Könnens zeigen, wird in den sinfonischen Konzert mit großem Orchester ebenso zu erleben sein, wie im intensiven Dialog mit seinen Kammermusikpartnern und dem Publikum in Duisburg. Und natürlich blickt der vielseitige Musiker auch über den Tellerrand des traditionellen Konzertbetriebs hinaus, nimmt sich etwa die Zeit, um im Rahmen des Education-Programms der Duisburger Philharmoniker „klasse.klassik“ in Schulen zu gehen und dort jungen Hörern sein Instrument vorzustellen und sie für die Klassik zu begeistern.

In den Konzerten der Spielzeit zeigt sich Flores als komponierender Virtuose – u.a. im 5. Philharmonischen Konzert, wenn er in dieser Doppelrolle immer wieder die Musiktradition seiner lateinamerikanischen Heimat auslotet. Zum Beispiel mit dem „Concerto Venezolano“, das Paquito D’Rivera eigens für Pacho Flores komponiert hat. Im 8. Kammerkonzert zeigt sich Pacho Flores dann als Teamplayer, der die Bühne am liebsten mit Gleichgesinnten teilt: Mit seinem Weggefährten Jesús „Pingüino“ González, den er den „Paganini der spanischen Gitarre“ nennt, präsentiert er das Programm „Entropía“, mit einer sorgfältigen Auswahl wichtiger lateinamerikanischer Komponisten.

Besondere Künstlerfreundschaften in den Kammerkonzerten
Hochkarätige Ensembles treten auch in dieser Spielzeit wieder in den Kammerkonzerten auf: u.a. das junge britische Barbician Quartet, das Aris Quartett, das TrioVanBeethoven sowie das Margulis Trio. Neben dem klassischen Repertoire gehen die Kammerkonzerte aber auch neue Wege, mit Programmen, die sich ins Verhältnis setzen mit unserer sich verändernden Welt: Die Cellistin Tanja Tetzlaff, Preisträgerin des Musikpreises der Stadt Duisburg, hat als engagierte Natur- und Klimaschützerin etwa ein ganz persönliches Programm zum Thema Energie zusammengestellt. Ebenfalls einen Dialog möchte das bahnbrechende, von der iranischen Musikethnologin Yalda Yazdani kuratierte Musikprojekt „Female Voices United“ anstoßen. Im Gesang von sieben Sängerinnen aus Konfliktregionen dieser Erde treffen im 5. Kammerkonzert verschiedene Musikstile aufeinander – vom iranischen Radif über arabische, türkische und kurdische Maqamen, ukrainische und europäische klassische Musik bis hin zum Jazz.
Duisburger Philharmoniker
Foto: Marie Laforge

 

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