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Studie: Jeder vierte neue Mitarbeiter nach einem Jahr schon wieder weg

Neue Mitarbeitende kündigen schnell

Aktuelle Arbeitsmarktstudie: Mehr als jeder Vierte neue Beschäftigte verlässt seinen Arbeitgeber schon nach einem Jahr wieder

Foto: Mohamed Hassan / pixabay.
Viele Bewerber werden nach erfolgreicher Jobsuche bei ihrem neuen Arbeitgeber nicht glücklich. Mehr als ein Viertel von ihnen verlassen diesen bereits nach spätestens 12 Monaten wieder. Das ist ein Ergebnis des aktuellen „Learning & Development Monitors“, einer repräsentativen Studie für die die Lernplattform Studytube bundesweit 1.799 Beschäftigte, davon 515 HR-Manager, 362 Führungskräfte sowie 922 Mitarbeitende, befragen ließ. Demnach kündigen 28,4% der gerade erst neu orientierten Beschäftigten innerhalb des ersten Jahres ihren neuen Job wieder. Die Abwanderungsfaktoren kommen in den Personalabteilungen allerdings anders an, als sie von Führungskräften oder den Mitarbeitenden selbst hinterlegt werden. Hintergrund: Während Personalverantwortliche davon ausgehen, dass die inhaltlichen Erwartungen an die Aufgabe nicht erfüllt wurden, geben 68% der Führungskräfte an, dass das Gehalt der erste Kündigungsgrund sei, gefolgt von sekundären Arbeitsbedingungen wie begleitenden Benefits sowie von fehlenden Weiterbildungsangeboten.

Weiterentwicklung als Strategie gegen Fachkräftemangel und für Mitarbeiterbindung
Obwohl viele HR-Verantwortliche Weiterbildungsthemen als Kündigungsgründe nicht so sehr auf dem Schirm haben, ist ihnen die grundsätzliche Bedeutung des Themas für die Mitarbeiterbindung trotzdem grundsätzlich bewusst. So bewerten immerhin mehr als zwei Drittel von ihnen (68%) Weiterbildungsangebote als eine wichtige Investition in die Mitarbeiterbindung. Die hohe Fluktuation in den ersten 12 Monaten der Betriebszugehörigkeit ist auch deswegen so bemerkenswert. Denn viele Unternehmen setzen eigenen Angaben zufolge auf sogenannte „Reskilling“ (Umschulung), sowie „Upskilling“ (Kompetenzaufbau) Maßnahmen, um ihre Mitarbeitenden im Spannungsfeld des Fachkräftemangels selbst zu qualifizieren und so auch zu binden. 43% der HR-Manager geben zum Beispiel an, dass sie Beschäftigte strategisch für neue Aufgabenfelder umschulen und so gewünschte Fähigkeiten und Kenntnisse im Unternehmen entwickeln und verankern. Weitere 30% verfolgen zudem die strategische Herangehensweise, die Kompetenzen der Mitarbeitenden mit Blick auf den digitalen Wandel langfristig aufzubauen. Offenbar verfangen diese Strategien zur Bekämpfung des Personalmangels und der hohen Fluktuation aber nicht in den Belegschaften. Denn 37% der Führungskräfte und ein Drittel der Mitarbeitenden nennen fehlende Weiterbildungsangebote aus ihrer Sicht als ausschlaggebende Gründe für die Kündigungswelle im ersten Jahr. Von diesem Grund gehen auf der anderen Seite gerade einmal 18% der Personalverantwortlichen aus.

„Die demografische Entwicklung und die Anzahl unbesetzter Stellen führen zum viel diskutierten Fachkräftemangel und verstärken nicht zuletzt die Abwanderungswelle in den Unternehmen. Immer mehr Beschäftigte wechseln zu den Unternehmen, die ihnen noch bessere Rahmenbedingungen bieten. Unsere Zahlen zeigen, dass die Wechselgründe in vielen HR-Abteilungen nicht richtig gewichtet werden“, so Dr. Jörn Heyenrath, CRO von Studytube zu den Ergebnissen der Studie.

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Kaum selbstbestimmte Weiterentwicklung möglich
Auf die Frage, welche Rahmenbedingungen sie von ihrem Arbeitgeber erwarten, damit sie sich zukünftig optimal weiterentwickeln können, antworten die meisten Beschäftigten, dass sie während der Arbeitszeit lernen möchten. Dieser Wunsch steht noch vor einer motivierenden Führungskraft und einem inhaltlich modernen Lernangebot. Allerdings wird er vielfach noch nicht von Arbeitgeberseite erfüllt. Denn „nur“ 37% der befragten Arbeitnehmer können eigenen Angaben zufolge selbst bestimmen, wann sie sich weiterbilden. Auch hier existiert offensichtlich ein Kommunikationsproblem mit den beteiligten HR-Verantwortlichen. Von diesen geben nämlich mehr als die Hälfte (55%) an, dass ihre Mitarbeitenden das sehr wohl könnten.

Über den Studytube Learning & Development Monitor
Schon seit 2020 untersucht Studytube mit dem Learning & Development Monitor in den Niederlanden aktuelle Trends und Schwerpunktthemen beim beruflichen Lernen und in der beruflichen Weiterentwicklung. 2024 erscheint zum zweiten Mal eine deutsche Version. Für die Deutschland-Ausgabe hat das Marktforschungsinstitut Motivaction 515 HR-Verantwortliche (L&D-Manager und andere), 362 Führungskräfte sowie 922 Mitarbeitende aus Organisationen mit über 200 Mitarbeitenden online befragt. Der Befragungszeitraum lag im Januar 2024. Der zweite Teil vom großen Learning & Development Monitor 2024 kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://www.studytube.de/learning-und-development-monitor-2024-teil-zwei

Über Studytube
Die Lernplattform Studytube wurde 2010 gegründet und ist inzwischen nicht nur Marktführer in den Niederlanden, sondern auch die am schnellsten wachsende Lernplattform in Europa. Für Studytube ist das Entwicklungspotenzial von Mitarbeitenden der Schlüssel für Organisationen, um zukunftsorientiert und wettbewerbsfähig zu bleiben. Deshalb macht Studytube die digitale Mitarbeiterentwicklung in Organisationen einfach zugänglich und inspiriert täglich über 600 Unternehmen und mehr als 500.000 Arbeitnehmende, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
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