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cubus kunsthalle: 30 Jahre Duisburg-Lied beim MSV

Sport und Kultur unter einem Dach
Von Petra Grünendahl

Claudia Schäfer und Songwriter Dagmar Albert Horn. Foto: Petra Grünendahl.
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Aus einer Schnapsidee war das Duisburg-Lied 1994 entstanden: Alma-Ata-Frontmann Dagmar Albert Horn schrieb das Lied, dass er dann mit MSV-Stürmer Peter Közle und Bülent Aksen (Torwart beim Handball-Bundesligisten OSC Rheinhausen) in einem Studio einspielte. Beim nächsten Heimspiel des MSV Duisburg wurde es in der Pause vorgestellt: Es ging dann auch in den bundesweiten Medien „durch die Decke“. Seitdem wird es bei den Heimspielen des MSV zusammen mit Zebratwist und Hymne als Ritual eingespielt und von den Fans mitgesungen wird. Dieses Lied verbindet Fußball-Fans mit Duisburg und den Duisburgern und schlägt Brücken vom Sportplatz in die Stadt. Welche Rolle das Duisburg-Lied bei den Anhängern des MSV seit 30 Jahren spielt, wird auf Fotos aus drei Jahrzehnten deutlich, die im Veranstaltungssaal im Obergeschoss der cubus kunsthalle hängen. Neben einer Vielfalt von dokumentarischen Zeugnissen spielen auch Skulpturen eine Rolle: Der Bildhauer Jörg Winke, der seit seiner Kindheit MSV-Fan ist, zeigt hier unter anderem in Arbeit befindliche Skulpturen der MSV-Legende und Identifikationsfigur Michael Tönnies (1959–2017).

 

30 Jahre Duisburg-Lied: Die Macher und die Protagonisten (v. l.) Ditmar Schädel, Jörg Winke, Claudia Schäfer, Armin Klaes und Dagmar Albert Horn. Foto: Petra Grünendahl.
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Erste Einblicke in die neue Ausstellung gewährte Dr. Claudia Schäfer, Direktorin der cubus kunsthalle, zusammen mit ihren Mitstreitern. Als Team hatte sie mit dem Dirigenten Armin Klaes und dem Fotografen Ditmar Schädel diese Ausstellung mit Musik zur Entstehung und der Wirkungsgeschichte des Duisburg-Liedes konzipiert und organisiert. Zum Pressetermin waren auch der Dagmar Albert Horn und Bülent Aksen ebenso wie der Bildhauer Jörg Winke erschienen. Die Ausstellung „30 Jahre Duisburg-Lied“ umfasst unter anderem Fotos, Videos, Zeitdokumente und Liebhaberstücke überwiegend aus der Sammlung von Dagmar Horn, aber auch von externen Leihgebern. Breiten Raum nimmt auch die fotografische Dokumentation aus Zeiten der MSV-Krise 2013/2014 ein, bei denen auch das Duisburg-Lied eine verbindende Rolle gespielt hatte. Ergänzt wird die Schau zeitgenössischer Exponate durch ein Foto-Projekt von Ditmar Schädel mit Fan-Familien sowie Skulpturen von Jörg Winke. Darüber hinaus werden noch Fotos vom ehemaligen MSV-Pressesprecher Frank Belo in die Ausstellung integriert.

 

 
 
Ausstellung zum Duisburg-Lied: Impressionen. Fotos: Petra Grünendahl

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Duisburg-Lied: Seine Bedeutung für Verein und Stadt

Songwriter Dagmar Albert Horn. Foto: Petra Grünendahl.
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An Sonntagnachmittagen soll der Ausstellungsraum zum Treffpunkt für MSV-Fans, Duisburg-Fans und Kulturinteressierte werden: Das Rahmenprogramm sieht Begleitveranstaltungen mit Musik, mit Podiumsdiskussionen sowie Gesprächen mit Zeitzeugen, Fan-Vertretern, MSV-Legenden und –Verantwortlichen vor. Die Bedeutung eines Liedes für den Zusammenhalt eines Fußballvereins und seiner Anhänger und zugleich als Ausdruck der Verbindung zur Stadt und Bürgerschaft werden dabei hervorgehoben und unter verschiedenen Aspekten vorgestellt.

 

Jörg Winke mit Michael Tönnies als Büste und „in Action“. Foto: Petra Grünendahl.
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Die Ausstellung schlägt so eine Brücke zwischen Kultur und dem Sport, die, so Claudia Schäfer, allzu häufig um Sponsorengelder konkurrieren und gegeneinander ausgespielt werden. Veranstalter ist die cubus kunsthalle zusammen mit der Gesellschaft der Musikfreunde Rhein-Ruhr e.V. Duisburg. Finanziell unterstützen die Stadt Duisburg, die Sparkasse Duisburg und die Gebag die Ausstellung. „30 Jahre Duisburg-Lied“ ist vom 7. Juli bis 31. August 2024 in der cubus kunsthalle im Kant-Park zu sehen. Die Eröffnung ist Sonntag, 7. Juli, um 17 Uhr.

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Duisburger Legenden: Das Duisburg-Lied 2023

 

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cubus kunsthalle

cubus kunsthalle im Kant-Park. Foto: Petra Grünendahl.
Die cubus kunsthalle liegt im Kant-Park in der Duisburger Innenstadt in der Nachbarschaft des Lehmbruck Museums, wo sie mit Ausstellungen zeitgenössischer Künstler und Konzerten, aber auch mit partizipativen Angeboten das Umfeld und die Duisburger Kunstlandschaft belebt. Gegründet hat die cubus kunsthalle die Duisburger Kunstwissenschaftlerin Dr. Claudia Schäfer 1987/88 als cubus galerie in Duissern, bevor sie 1994/95 mit Hilfe eines gemeinnützigen Fördervereins in das Gebäude des ehemaligen Niederrheinischen Museums der Stadt Duisburg in den Kant-Park zog. Die cubus kunsthalle finanziert sich durch Spenden zur Förderung von Kunst & Kultur, über Sponsorenleistungen und durch die Untervermietung des Café Museums. Neben Duisburger Künstlern zeigt die Kunsthalle internationale Künstler und stellt einmal jährlich eine Sammlung vor – und dies weitestgehend bei freiem Eintritt. Geöffnet hat die privat geführte Kunst- und Ausstellungshalle mittwochs bis sonntags zwischen 14 und 18 Uhr.
www.cubus-kunsthalle.de

 
© 2024 Petra Grünendahl (Text)
Fotos: Petra Grünendahl

 

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