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Zoo Duisburg startet Umbau der bestehenden Fischkatzen-Anlage

Mit der Unterstützung des Fördervereins wird das vorhandene Areal deutlich erweitert, neugestaltet und bekommt zusätzliche Einsichtsmöglichkeiten für die Zoogäste.

Fischkatze. Foto: Foto: Jochem Tegge / Zoo Duisburg (Archivfoto).
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Nach umfangreichen Planungen sind im Zoo Duisburg die Arbeiten zur Sanierung der Fischkatzenanlage gestartet. In den kommenden Monaten wir das bestehende Areal umgestaltet und aufwändig modernisiert. Umgesetzt werden kann die Maßnahme nur durch das Engagement des Vereins der Freunde des Duisburger Tierparks e.V.. Dafür stellte der Förderverein einen Betrag in Höhe von rund 200.000 Euro zur Verfügung.

„Die Sanierung und Modernisierung der Fischkatzen-Anlage ist Teil unseres Masterplans. Ein Plan, den wir kontinuierlich verfolgen. Ein Plan, mit welchem wir moderne Tierhaltung, Bildung und Artenschutz miteinander verbinden und dadurch schlussendlich Menschen für Tiere begeistern. Unserem Förderverein danke ich von Herzen für die Unterstützung bei diesem Projekt“, sagt Zoodirektorin Astrid Stewin.

„Als Förderverein ist es unsere Aufgabe, den Zoo bei seiner Weiterentwicklung zu unterstützen – und das tun wir aus tiefster Überzeugung und mit ganzem Herzen. Daher freuen uns, an der Umsetzung des Projektes maßgeblich mitzuwirken“, betont Mirco Höfferling, 1. Vorsitzender des Fördervereins.

Erweiterung von Innen- wie Außenanlagen
Um den nun begonnenen Bauarbeiten den Weg zu ebnen, verließ Fischkatzen-Weibchen Kumi den Kaiserberg bereits Ende des vergangenen Jahres. Im Tiergarten der Stadt Nürnberg fand das erfahrene Zuchtweibchen ein neues Zuhause und soll dort für Nachwuchs sorgen. Parallel führte das Duisburger Zoo-Team die Planungen für die nun begonnenen Sanierung der Fischkatzen-Anlage fort. Im Rahmen der Maßnahme werden die bestehende Außen- wie Innenanlagen der Fischkatzen deutlich erweitert und umfassend modernisiert. Hierbei entsteht ein vielfältiger Lebensraum mit Höhlen, Baumwurzeln, Kletterstämmen sowie einer Teichlandschaft. Neben neuen Einsichtsmöglichkeiten bietet die interaktiv geplante Beschilderung zusätzliche Mehrwerte beim Zoobesuch. Sie soll über die Bedrohung der Jäger aufklären und für ihren Schutz sensibilisieren.

Über die Fischkatze
Fischkatzen leben ursprünglich in den Regenwäldern Asiens. Auf dem Speiseplan der Kleinkatzen stehen unter anderem kleine Säugetiere, Vögel und insbesondere Fisch. Als geschickte Schwimmer stöbern die Räuber ihre Nahrung in Flüssen und Seen vor allem in der Uferzone auf. Ihr Verbreitungsgebiet ist in den letzten Jahren zunehmend geschrumpft. Der Grund ist der Mensch. Neben der Entsorgung von Müll in Seen und Flüssen, wo Fischkatzen ihre Nahrung finden, setzt den Tieren auch der Bau von Straßen, Siedlungen sowie die Abholzung der Wälder massiv zu. Das führt dazu, dass Fischkatzenpopulationen voneinander isoliert sind, da es keine Korridore für die Tiere gibt, die das Finden von Partnern und neuen Lebensräumen ermöglichen würden. Aufgrund dieser vielfältigen Gründe stuft die IUCN die Fischkatze als gefährdet ein. Die Bestände nehmen kontinuierlich ab. Der Erhalt dieser Tierart in Zoologischen Gärten ist somit enorm wichtig, da diese Reservepopulation eine der Schutzmaßnahmen ist.

 
Zoo Duisburg
Der Zoo Duisburg wurde 1934 auf einer Fläche von 4 Hektar eröffnet. Schon 1937 wurde der Tierpark am Kaiserberg auf 8 Hektar erweitert. Der Zoo Duisburg präsentiert als wissenschaftlich geleiteter Zoologischer Garten Tiere in einem großzügigen, tiergerechten und naturnah gestalteten Umfeld. In Anlehnung an die Welt-Zoo und Naturschutzstrategie verfolgt der Zoo Duisburg vier Kernziele: Erhaltungszucht, Wissensvermittlung, Forschung und – für die Besucher – Erholung. Bekannt ist der Zoo für sein Delfinarium und die in Deutschland erste dauerhafte und lange Zeit einzige Haltung und bis heute einzige Zucht von Koalas. Daneben werden zahlreiche zoologische Raritäten gehalten, wie z. B. Riesenotter oder ein Amazonasdelfin aus Südamerika, Bärenstummelaffen und Pinselohrschweine aus Afrika, Fossas aus Madagaskar, Nebelparder aus Asien oder Wombats aus Australien. Seit 2019 ist der Zoo Duisburg eine gemeinnützige Gesellschaft und Teil der Duisburger Verkehrs- und Versorgungsgesellschaft (DVV). Der Zoo Duisburg zählt mit etwa einer Million Besuchern pro Jahr zu den bestbesuchten Zoologischen Gärten Deutschlands und zu den beliebtesten Naherholungszielen der Region.
www.zoo-duisburg.de
Zoo Duisburg
Fotos: Mathias Appel, Günter Sickmann, Indra Sickmann, Jochen Tegge, S. Gräfen / Zoo Duisburg

 

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