
__________________________________________________
Aus alt wird neu
Trotz des massiven Wohnungsmangels kann der Abbruch von Gebäuden durchaus nützlich für Städte und ihre Bewohner sein. In Duisburg-Hochheide wurde Ende Juli bereits der dritte Weiße Riese planmäßig gesprengt. Das 21-geschossige Hochhaus war eines von ursprünglich sechs, mittlerweile teilweise sanierungsbedürftigen Wohngebäuden, die das Stadtbild über Jahrzehnte prägten. Zuletzt jedoch wurden einige Riesen durch Leerstand, Verwahrlosung und bauliche Mängel zunehmend als Belastung empfunden. Mit der kontrollierten Sprengung gelang es, mitten in einem Wohngebiet ein komplexes Abbruchprojekt sicher umzusetzen.
Auf dem freigewordenen Gelände soll nun ein großer Stadtpark entstehen. Doch davor müssen rund 35.000 Tonnen Trümmermassen direkt vor Ort verarbeitet werden. Betonbruch wird zu Recycling-Baustoffen aufbereitet, Stahl und Metalle dem Wertstoffkreislauf zugeführt. So entstehen nicht nur neue Flächen für eine künftige Entwicklung, sondern es werden zugleich Ressourcen geschont und Rohstoffe wieder nutzbar gemacht. Projekte wie dieses verdeutlichen, dass der Geschäftsbereich Abbruchtechnik einen wichtigen Teil des PORR Leistungsspektrums darstellt.
Die PORR – Nachhaltigkeit hat beim Abbruch Priorität

__________________________________________
Im Zentrum steht die Kreislaufwirtschaft: Baustoffe werden recycelt, aufbereitet und wiederverwertet, um dem hohen Materialbedarf der Baubranche entgegen zu kommen. Beim Abbruch oder Rückbau spielen zwei Aspekte eine besonders wichtige Rolle: ökologische Materialtrennung und fachgerechte Entsorgung. Auf diese Weise werden Abfälle sicher behandelt, Schadstoffe gebunden und ökologische Risiken minimiert. Das Ziel der Umwelttechnik besteht u.a. darin, Umweltschutz und wirtschaftliche Effizienz zu kombinieren, um die Umweltbelastung zu minimieren bzw. geschädigte Ökosysteme wiederherzustellen.
Abbruch alter Industrieanlagen

____________________________________________
Ein zentrales Ereignis war die Sprengung des 165 Meter hohen Kühlturms im Dezember 2023. Mit einem maximalen Durchmesser von 118 Metern zählte er zu den auffälligsten Bauwerken des Standortes. Für die Sprengung wurden im Vorfeld Bohrungen und bauliche Anpassungen vorgenommen, die sicherstellen sollten, dass der Turm in die vorgesehene Richtung fiel. Die Sprengung erfolgte planmäßig und ohne Zwischenfälle.
Der Rückbau des Kraftwerks ist ein langfristiges Projekt, das im August 2026 abgeschlossen sein soll. Mit der kontrollierten Beseitigung der Gebäude wird das Areal für eine künftige Nachnutzung vorbereitet. Wie diese aussehen soll, steht bislang noch nicht fest. Diskutiert wird derzeit über die Errichtung eines klimaneutralen Mischquartiers, das Gewerbe, Wissenschaft, Wohnen, Freizeit und Gesundheitsangebote verbindet, sowie ein „Smart Energy Hub“ für Innovationsnutzung rund um Energieproduktion, -nutzung und -speicherung. Außerdem hat RWE eigene Nachnutzungskonzepte vorgestellt, die neben dem möglichen Bau eines gasgestützten Kraftwerks oder Wasserstoffspeichers auch Batteriespeicher als mögliche Zukunftsnutzung vorsehen.
Porr Umwelttechnik
Verantwortung übernehmen bedeutet auch, Umweltbelastungen zu minimieren und geschädigte Ökosysteme wiederherzustellen. Die PORR Umwelttechnik bietet hierzu ein breites Portfolio von Leistungen: Abfallmanagement, Altlastenerkundung, Altlastensanierung sowie Abbruch, Rückbau und Urbanmining. Individuelle und nachhaltige Komplettlösungen für unsere Kundinnen und Kunden stehen dabei im Fokus.
Porr / Dr. Reuter Investor Relations
Foto: Porr (1), Petra Grünendahl (2)
Entdecke mehr von Rundschau Duisburg
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
Sie muessen eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben Einloggen