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Neues Online-Portal: RVR liefert Daten und Zahlen zu 58 Halden im Ruhrgebiet

Halde Hoheward in Herten mit Horizontobservatorium. Foto: Petra Grünendahl.
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Wie hoch ist die Halde Hoheward an der Stadtgrenze Herten/Recklinghausen? Welche Kunstinstallation krönt die Halde Rheinpreußen in Moers? Wie wird die Halde Großes Holz in Bergkamen genutzt? Das neue Haldenportal des Regionalverbandes Ruhr (RVR) gibt die passenden Antworten. Es liefert zu jeder Halde einen „Steckbrief“ mit Daten und Angaben u. a. zu Größe, Eigentumsverhältnissen, Nutzung und Zugänglichkeit. Das Portal ist im Rahmen des Gesamtregionalen Haldenkonzepts (GRHK) entstanden.

Das Haldenkonzept des RVR zeigt Entwicklungsperspektiven für die künstlichen Berge im Ruhrgebiet auf. Die Bestandaufnahme umfasst 46 Halden, die dem RVR bereits gehören, sowie zwölf weitere, die bis voraussichtlich 2035 Eigentum des Verbandes werden. Dabei werden die Halden nach ihren grundsätzlichen Nutzungsschwerpunkten unterschieden: „Tourismus“, „Freizeit und Naherholung“ sowie „ruhige Erholung und Naturschutz“. Das gesamtregionale Haldenkonzept bietet eine fundierte Grundlage bei Entscheidungen zur weiteren Entwicklung der Halden und gibt den Rahmen für neue Projekte vor.

Infos unter https://karten-dev.geoportal.ruhr/application/halden_oeffentlich.
 
Regionalverband Ruhr (RVR)
Der Regionalverband Ruhr (RVR) als Zusammenschluss von elf kreisfreien Städten und vier Kreisen hat den gesetzlichen Auftrag, die Gestaltung des Ruhrgebiets voranzutreiben. Er wurde am 5. Mai 1920 als Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (SVR) gegründet und hat somit im Jahr 2020 sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Sein erster Verbandsdirektor Robert Schmidt (1869-1934) gilt als der Vater der Regionalplanung. Er legte bereits 1912 einen Generalsiedlungsplan für das Ruhrgebiet vor, der später Grundlage für die überörtliche Planung von regionalen Grünzügen, Verbandsstraßen wie dem Ruhrschnellweg und den Revierparks werden sollte. Seit April 2024 ist Garrelt Duin als Regionaldirektor des Verbandes Nachfolger von Karola Geiß-Netthöfel, die die Geschicke des Verbandes von 2011 bis 2024 leitete.

Die gesetzliche Zuständigkeit des Verbandes für die Landesplanung fürs Ruhrgebiet wurde 1975 eingeschränkt, als Staatliche Regionalplanung jedoch 2009 zurück übertragen. Damit endete die drei Jahrzehnte dauernde planerische Dreiteilung des Ruhrgebiets (auf die Regierungsbezirke Düsseldorf, Münster und Arnsberg). Verbunden mit Änderungen des Gesetzes über den Verband änderte sich auch sein Name: 1979 wurde der SVR in Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) umbenannt, seit 2004 heißt der Verband Regionalverband Ruhr (RVR). Das Jubiläumsjahr 2020 war gleichzeitig das Jahr, in dem zum ersten Mal das Ruhrparlament als Verbandsversammlung von den Bürgern der Metropole Ruhr direkt gewählt wurde. Es beschließt über die Arbeit des Verbandes.

Rund 480 Mitarbeiter des Regionalverbandes Ruhr (RVR) planen und entwickeln die Region, managen Infrastrukturprojekten wie Route Industriekultur und Emscher Landschaftspark, das regionale Radwegenetz sowie Wald- und Grünflächen. Auf allen relevanten regionalen Handlungsfeldern agiert der Verband entweder als Netzwerker, Koordinator, Impulsgeber, Dienstleister oder Projektträger für das Ruhrgebiet. Ziel ist es, die grünste Industrieregion der Welt zu werden. Zu seinen wichtigsten Gesellschaften gehören u .a. die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) und die Business Metropole Ruhr GmbH (BMR).
Regionalverband Ruhr (RVR)
Foto: Petra Grünendahl

 

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