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Niederrheinische IHK: Duale Ausbildung bleibt attraktiv

 
Azubi-Speed-Dating in Duisburg bringt Schüler und Unternehmen zusammen

Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz haben noch gute Chancen auf eine Stelle. Foto: Jacqueline Wardeski / Niederrheinische IHK.
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Der Ausbildungsmarkt am Niederrhein ist stabil. Und das trotz unsicherer Lage in der Industrie. Auf der Regionalen Ausbildungskonferenz am 4. November präsentierten die Partner des Regionalen Konsens aktuelle Zahlen für 2025. Erfreulich: Mehr junge Menschen interessieren sich wieder für die duale Ausbildung. Damit Jugendliche und Unternehmen besser zueinanderfinden, sind gezielte Maßnahmen gefragt.

Die duale Ausbildung bleibt der Schlüssel, um Talente zu gewinnen und zu halten. Junge Menschen schätzen diesen praxisnahen Einstieg ins Berufsleben. Insgesamt gab es 2025 mehr gemeldete Bewerber als im Vorjahr. Ein positives Signal für die Region. Die Konsenspartner betonen jedoch: Es gibt noch viele offene Ausbildungsstellen. Und es ist noch nicht zu spät, sich zu bewerben. Die Arbeitsagenturen und Kammern unterstützen aktiv bei der Vermittlung.

„Freie Plätze melden und junge Menschen persönlich kennenlernen: Das bleibt für Unternehmen entscheidend“, sagt Matthias Wulfert, IHK-Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung. Denn nicht alles stehe im Zeugnis – manche Stärken zeigen sich erst im Gespräch.

Kennenlernen beim Azubi-Speed-Dating
Eine gute Gelegenheit für einen ersten Austausch: Das Azubi-Speed-Dating, das parallel zur Ausbildungskonferenz stattfand. 200 Jugendliche und 20 Unternehmen kamen in die Niederrheinische IHK nach Duisburg und lernten sich in kurzen Gesprächen kennen.

„Die Unternehmen am Niederrhein wollen ausbilden und Talente fördern. Damit das gelingt, müssen wir junge Menschen und Betriebe noch gezielter zusammenbringen. Unser Speed-Dating schafft hier eine gute Basis“, so Wulfert. „Es geht darum, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich persönlich kennenzulernen. Und auch individuell zu unterstützen.“

Es sei wichtig, Schüler frühzeitig mit der dualen Ausbildung vertraut zu machen. Praktika bieten wertvolle Einblicke in den Berufsalltag. Sie fördern den Kontakt zu Ausbildungsbetrieben und helfen bei der Berufswahl. Programme wie „Kein Abschluss ohne Anschluss“ begleiten Jugendliche beim Übergang in den Beruf. Auch das Landesvorhaben „Jugend in Beruf“ unterstützt diesen Übergang gezielt. Und wenn es in der Ausbildung hakt, gibt es Förderangebote wie die assistierte Ausbildung. Die Agentur für Arbeit begleitet Jugendliche dabei professionell, etwa durch Lernförderung in der Berufsschule oder durch Unterstützung im Betrieb.

Interessierte finden hier freie Ausbildungsplätze:
Agenturen für Arbeit www.arbeitsagentur.de,
Jobcenter Kreis Kleve www.meinjob-kreis-kleve.de,
Handwerkskammer Düsseldorf www.hwk-duesseldorf.de,
Niederrheinischen IHK www.ausbildung.nrw

Oder sie wenden sich an folgende Adressen:
ausbildungsberatung@niederrhein.ihk.de,
duisburg.arbeitgeber@arbeitsagentur.de,
wesel@arbeitsagentur.de.

Zahlen, Daten, Fakten
Die Arbeitsagentur Duisburg verzeichnet einen Zuwachs der gemeldeten Ausbildungsstellen von 2.663 auf aktuell 3.106. Davon sind 2.953 betriebliche Ausbildungsstellen: 421 mehr (plus 16,6 Prozent) als im letzten Ausbildungsjahr. Die Zahl der Bewerber stieg von 3.186 auf aktuell 3.454 (plus 8,4 Prozent). Ende Oktober waren 156 Bewerber noch ohne Ausbildung, 1 mehr (plus 0,6 Prozent) als im Vorjahr. 213 Ausbildungsplätze können noch besetzt werden, das sind 167 Prozent weniger als 2024.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Wesel, der die Kreise Kleve und Wesel umfasst, gab es 3.933 gemeldete Ausbildungsstellen, 3.786 davon betrieblich. Das bedeutet einen Rückgang in beiden Kreisen im Vergleich zum Vorjahr: 257 weniger (minus 6,1 Prozent) Ausbildungsplätze insgesamt und 292 weniger (minus 7,2 Prozent) betriebliche Ausbildungsstellen. Die Zahl der Bewerber ist gestiegen auf 4.108 (plus 6,7 Prozent). Ende September hatten 398 Bewerber noch keine Ausbildungsstelle, 28 mehr (plus 7,6 Prozent) als im Vorjahr. Dem gegenüber standen noch 307 unbesetzte Ausbildungsstellen: 45,7 Prozent weniger als 2024.

Die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz sind: Vertreter der Gebietskörperschaften Duisburg, Kleve, Wesel, der Agenturen für Arbeit Duisburg und Wesel, der Jobcenter Duisburg, Kreis Wesel und Kreis Kleve, der Berufskollegs, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Industriegewerkschaft Metall, des Unternehmerverbandes Ruhr-Niederrhein, der Apothekerkammer Nordrhein, der Regionalagentur Niederrhein, der Handwerkskammer Düsseldorf sowie der Kreishandwerkerschaften und der Niederrheinischen IHK. Die Konsenspartner engagieren sich für die duale Ausbildung und bündeln ihre Aktivitäten für den regionalen Ausbildungsmarkt.

 
Niederrheinische IHK
Die Niederrheinische IHK vertritt das Gesamtinteresse von rund 70.000 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen in Duisburg und den Kreisen Wesel und Kleve. Sie versteht sich als zukunftsorientierter Dienstleister und engagiert sich als Wirtschaftsförderer und Motor im Strukturwandel.
www.ihk.de/niederrhein
Niederrheinische Industrie- und Handelskammer
Duisburg – Wesel – Kleve zu Duisburg

Foto: Jacqueline Wardeski / Niederrheinische IHK

 

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