Lage vieler Unternehmen verschlechtert sich:
Wirtschaft im Rheinland braucht echte Reformen
Von Petra Grünendahl

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Strompreise müssen runter, Unternehmen brauchen mehr Freiheiten
„Wir müssen alles tun, um unsere Produktionsketten intakt zu halten. Ein Industrieunternehmen, das seine Tore schließt, kommt nicht mehr zurück. Im Gegenteil: Es zieht weitere mit sich“, so der Hauptgeschäftsführer. Und: „Die Bundesregierung hat ihr Versprechen nicht gehalten, die Stromsteuer für alle zu senken. Besonders der Mittelstand ist enttäuscht. Auch beim geplanten Industriestrompreis bleiben Mittelständler außen vor. Zudem ist es nur eine Brückenlösung – der Strom wird nach drei Jahren wieder teuer. Die Energiepreise müssen aber dauerhaft für alle Betriebe sinken. Hier muss Berlin dringend nachbessern.“
Fast jedes zweite Unternehmen sieht im Fachkräftemangel eine Gefahr. Gleichzeitig machen ihnen die gestiegenen Arbeitskosten zu schaffen. Und auch bei der Infrastruktur zeigt sich ein alarmierendes Bild: Marode Verkehrswege, schleppende Genehmigungen und fehlende Digitalisierung gefährden den Standort. All das führe zu einer gefährlichen Mischung: Unternehmen verlieren Vertrauen – in die Zukunft, in die Politik, in die Planbarkeit. „Das Rheinland ist stark. Unsere Unternehmen sind innovativ, anpassungsfähig, bereit für Wandel. Aber sie brauchen endlich die Freiheit, wieder unternehmerisch handeln zu können. Wer Wachstum will, muss Verlässlichkeit schaffen. Wer Transformation will, muss Investitionen ermöglichen. Und wer Wohlstand sichern will, muss die Wirtschaft endlich ernst nehmen“, betonte Dietzfelbinger.
Die Niederrheinische IHK und die IHKs im Rheinland
Die Niederrheinische IHK vertritt das Gesamtinteresse von rund 70.000 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen in Duisburg und den Kreisen Wesel und Kleve. Sie versteht sich als zukunftsorientierter Dienstleister und engagiert sich als Wirtschaftsförderer und Motor im Strukturwandel.
Zur Gruppe der IHK-Initiative Rheinland zählen neben Duisburg, Wesel und Kleve die Kammerbezirke Krefeld / Mittlerer Niederrhein, Düsseldorf, Wuppertal / Bergisches Land, Aachen, Köln und Bonn / Rhein-Sieg. Seit 21 Jahren arbeiten sie gemeinsam am Konjunkturbarometer Rheinland, für die die Unternehmen in den IHK-Bezirken jeweils zum Jahresbeginn und im Spätsommer befragt werden. Beteiligt hatten sich bei der Umfrage im Herbst 2025 mehr als 2.000 Unternehmen aus der Region. Der Rücklauf aus Industrie, Groß- und Einzelhandel und dem Dienstleistungssektor ermöglichte die Aufschlüsselung der Daten in 17 Einzelbranchen, die ein genaueres Bild der Lage wiedergaben. Das Konjunkturbarometer Rheinland Herbst 2025 gibt es hier zum Download.
© 2025 Petra Grünendahl / Rundschau Duisburg (Text)
Fotos: Michael Neuhaus / Niederrheinische IHK (1), Jacqueline Wardeski / Niederrheinische IHK (1)
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