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Joint Venture des Duisburger Hafens: Neues KV-Terminal in Dortmund stärkt den Güterverkehr auf der Schiene

 

  • duisport, Captrain und Dortmunder Hafen gründen Joint Venture
  • Terminal im Logistikpark Westfalenhütte stellt wichtigen Impuls für den intermodalen Verkehr in der Rhein-Ruhr-Region dar
  • Einbindung in intermodales Netzwerk des Duisburger Hafens und der Initiative LOG4NRW stärken den Wirtschafts- und Industriestandort NRW

Das KV-Terminal wird auf einem derzeit ungenutzten rund 150.000 Quadratmeter großen Gelände der Dortmunder Eisenbahn GmbH, einem Tochterunternehmen von Captrain und der Dortmunder Hafen AG, errichtet. Foto: Hans Blossey.
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Runter von der Straße, rauf auf die Schiene: Im Dortmunder Logistikpark Westfalenhütte soll ein neues Terminal für den Kombinierten Verkehr (KV) entstehen, das sich insbesondere auf den Umschlag von Trailern spezialisieren wird. Zum Bau und Betrieb des Terminals beabsichtigen duisport, der Schienenlogistikspezialist Captrain und die Dortmunder Hafen AG die Gründung eines Joint Ventures. An diesem werden sich – vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Gremien und Kartellbehörden – die Duisburger Hafen AG und die Captrain Deutschland GmbH mit je 45 Prozent und die Dortmunder Hafen AG mit 10 Prozent beteiligen.

Das KV-Terminal wird auf einem derzeit ungenutzten rund 150.000 Quadratmeter großen Gelände der Dortmunder Eisenbahn GmbH, einem Tochterunternehmen von Captrain und der Dortmunder Hafen AG, errichtet. Das künftige Trailer-Terminal wird vier Gleise mit jeweils rund 400 Metern Länge, einen Portalkran sowie Reachstacker umfassen und Abstellflächen für mehrere Hundert Trailer-Einheiten bieten. Der Baubeginn ist für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen, die Fertigstellung wird derzeit für frühestens Ende 2027 angestrebt.

Verkehrs- und Umweltbelastung wird signifikant reduziert
Heute steuern täglich zwischen 800 und 900 Lkw den Logistikpark Westfalenhütte an, in dem sich Logistikzentren zahlreicher namhafter Unternehmen angesiedelt haben. Mit dem neuen Terminal können ein wesentlicher Teil dieser Verkehre auf die Schiene verlagert und Trailer im Kombinierten Verkehr (KV) gebündelt werden. Damit lassen sich Verkehrs- und Umweltbelastungen signifikant reduzieren.

Die Integration in das Bahn- und Binnenschiffsystem LOG4NRW und die Anbindung an das intermodale Netzwerk des Duisburger Hafens stärken darüber hinaus die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und Industrie in Nordrhein-Westfalen.

„Wir haben in Duisburg in den vergangenen 25 Jahren bereits mehrfach bewiesen, dass wir den Strukturwandel aktiv mitgestalten und vorantreiben können“, sagt duisport-CEO Markus Bangen. „Ich freue mich darauf, unsere Erfahrungen und unser Know-how auch in Dortmund einzubringen und unsere langjährige Partnerschaft und Kooperation mit dem Dortmunder Hafen sowie unsere Zusammenarbeit mit Captrain nun in diesem gemeinsamen Projekt Ausdruck finden wird.“

„Die Schiene ist nicht nur der klimafreundlichste, sondern auch der leistungsfähigste Verkehrsträger für den Gütertransport“, betont Henrik Würdemann, Geschäftsführer der Captrain Deutschland-Gruppe. „Mit dem geplanten Terminal leisten wir gemeinsam einen Beitrag für eine effizientere und nachhaltigere Logistik in der Rhein-Ruhr Region, sorgen dafür, dass mehr Güter auf die Schiene kommen und entlasten die angespannte Verkehrssituation.“

Bettina Brennenstuhl, Vorständin der Dortmunder Hafen AG: „Ich freue mich, dass wir als Dortmunder Hafen AG zusammen mit zwei starken Partnern die Verkehrswende in Dortmund und der Region aktiv mitgestalten können und durch das neue Trailer-Terminal einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Es zeigt sich, dass durch solche Kooperationen in unserer Branche gute und zukunftsfähige Lösungen entwickelt werden können.“

 
Duisburger Hafen AG
Die Duisburger Hafen AG (duisport) ist die Eigentums- und Managementgesellschaft des Duisburger Hafens, des größten Binnenhafens der Welt. duisport fungiert als trimodale Logistikdrehscheibe und ist einer der bedeutendsten Knotenpunkte für die Warenströme in Europa. Pro Jahr werden in Duisburg über 20.000 Schiffe und 25.000 Züge abgefertigt, mehr als 100 Millionen Tonnen Güter und rund vier Millionen Container (TEU) umgeschlagen. Der Duisburger Hafen verfügt über 21 Hafenbecken, 10 Containerterminals und ca. 200 Kilometer Gleise. Rund 300 Transport- und Logistikunternehmen haben sich am Standort angesiedelt, etwa 52.000 Arbeitsplätze sind direkt und indirekt von der Hafen- und Logistikwirtschaft abhängig. Die duisport-Gruppe bietet für den Hafen- und Logistikstandort Full Service-Pakete in den Bereichen Infra- und Suprastruktur inkl. Ansiedlungsmanagement. Darüber hinaus erbringen die Tochtergesellschaften logistische Dienstleistungen wie beispielsweise den Aufbau und die Optimierung von Transport- und Logistikketten sowie in den Bereichen Real Estate, Schienengüterverkehr, Industrie-, Kontrakt- und Verpackungslogistik an.
www.duisport.de
Duisburger Hafen AG (duisport)
Foto: Hans Blossey

 

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