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Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Kommunen, Unternehmen und Hochschulen gemeinsam eine Willkommenskultur mit Leben füllen können – von der ersten Ansprache bis zur langfristigen Integration. Die Moderatorin und Keynote-Speakerin Souad Lamroubal, selbst Kommunalbeamtin mit Migrationsgeschichte, machte deutlich, dass migrationsfreundliche Verwaltungsstrukturen ein Schlüssel zum Erfolg sind. Der Sozialforscher Prof. Dr. Michael Sauer von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg legte den Schwerpunkt auf regionale Netzwerke. Fachkräftegewinnung funktioniere nur, wenn Wirtschaft, Verwaltung und Bildungseinrichtungen eng zusammenarbeiten. Er formulierte konkrete Empfehlungen, wie das Ruhrgebiet bestehende Allianzen weiterentwickeln könne.
Wie die Zusammenarbeit in der Praxis aussieht, zeigten zudem mehrere Beispiele aus dem Ruhrgebiet und NRW: Das Welcome Office Bochum stellte sich als zentrale Anlaufstelle für internationale Fachkräfte und Unternehmen vor. Auch die NRW Fachkräfteagentur International aus Düsseldorf präsentierte ihre Angebote. Zudem wurden die Planungen für ein neues Welcome Center im Nördlichen Ruhrgebiet bekannt gemacht, das künftig kommunale und regionale Akteure noch stärker vernetzen soll.
Infos unter www.rvr.ruhr/themen/bildung-wissenschaft-1/fachkraefte-reihe.
Regionalverband Ruhr (RVR)
Der Regionalverband Ruhr (RVR) als Zusammenschluss von elf kreisfreien Städten und vier Kreisen hat den gesetzlichen Auftrag, die Gestaltung des Ruhrgebiets voranzutreiben. Er wurde am 5. Mai 1920 als Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (SVR) gegründet und hat somit im Jahr 2020 sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Sein erster Verbandsdirektor Robert Schmidt (1869-1934) gilt als der Vater der Regionalplanung. Er legte bereits 1912 einen Generalsiedlungsplan für das Ruhrgebiet vor, der später Grundlage für die überörtliche Planung von regionalen Grünzügen, Verbandsstraßen wie dem Ruhrschnellweg und den Revierparks werden sollte. Seit April 2024 ist Garrelt Duin als Regionaldirektor des Verbandes Nachfolger von Karola Geiß-Netthöfel, die die Geschicke des Verbandes von 2011 bis 2024 leitete.
Die gesetzliche Zuständigkeit des Verbandes für die Landesplanung fürs Ruhrgebiet wurde 1975 eingeschränkt, als Staatliche Regionalplanung jedoch 2009 zurück übertragen. Damit endete die drei Jahrzehnte dauernde planerische Dreiteilung des Ruhrgebiets (auf die Regierungsbezirke Düsseldorf, Münster und Arnsberg). Verbunden mit Änderungen des Gesetzes über den Verband änderte sich auch sein Name: 1979 wurde der SVR in Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) umbenannt, seit 2004 heißt der Verband Regionalverband Ruhr (RVR). Das Jubiläumsjahr 2020 war gleichzeitig das Jahr, in dem zum ersten Mal das Ruhrparlament als Verbandsversammlung von den Bürgern der Metropole Ruhr direkt gewählt wurde. Es beschließt über die Arbeit des Verbandes.
Rund 480 Mitarbeiter des Regionalverbandes Ruhr (RVR) planen und entwickeln die Region, managen Infrastrukturprojekten wie Route Industriekultur und Emscher Landschaftspark, das regionale Radwegenetz sowie Wald- und Grünflächen. Auf allen relevanten regionalen Handlungsfeldern agiert der Verband entweder als Netzwerker, Koordinator, Impulsgeber, Dienstleister oder Projektträger für das Ruhrgebiet. Ziel ist es, die grünste Industrieregion der Welt zu werden. Zu seinen wichtigsten Gesellschaften gehören u .a. die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) und die Business Metropole Ruhr GmbH (BMR).
Regionalverband Ruhr (RVR)
Foto: Sergey Sergeev / pexels
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