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CO2-neutral bis 2035: DVV-Konzern entwickelt Plan für den Klimaschutz

Foto: Gerd Altmann / pixabay.
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Ein ganzer Konzern soll CO2-neutral werden. Dieses ehrgeizige Ziel hat sich die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) im Jahr 2023 gesetzt. Bis zum Jahr 2035 soll es erreicht sein. Für das Klimaschutzprogramm „DVV2035“ haben alle Konzerngesellschaften 110 konkrete Projekte auf dem Weg zur CO2-Neutralität identifiziert. „Wir haben uns einen klaren Plan gesetzt und werden alles Nötige auf den Weg bringen, die Ziele zu erfüllen. Was wir dafür brauchen, ist Innovationskraft, den Mut zur Veränderung und die Konsequenz, die Projekte entschlossen durchzuführen“, erklärt Marcus Wittig, Vorsitzender der DVV-Geschäftsführung.

Die selbst gesetzte Zeitschiene wirkt lang, für Infrastrukturprojekte ist sie aber vergleichsweise kurz. „Planung und Bau von Infrastrukturprojekten ist aufwändig und langwierig. Aber wir bauen diese Infrastruktur auch nicht für kurzfristige Entwicklungen, sondern sie wird Jahrzehnte in Betrieb sein. Und natürlich ist Infrastrukturbau, -planung und -betrieb kostenintensiv. Für unser Programm DVV2035 prognostizieren wir einen Finanzbedarf von mehr als 3 Milliarden Euro“, sagt Marcus Wittig.

Bilanz der DVV für 2023: Kennzahlen. Quelle: DVV.
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Die intensive Zusammenarbeit verschiedener Infrastruktur-Teilbereiche im DVV-Konzern ist nicht nur für das Klimaschutzprojekt auf dem Weg zur CO2-Neutralität 2035 ein entscheidender Vorteil. Das vernetzte Vorgehen in den Bereichen Energieversorgung, Mobilität und Services hat auch im Geschäftsjahr 2023 für die Stadt Duisburg als Alleingesellschafterin der DVV-Holding entscheidende Vorteile gebracht. „Wir sehen Jahr für Jahr, dass die Bündelung aller Infrastrukturleistungen unter einem Dach aus vielen Perspektiven Sinn ergibt. Die Synergieeffekte sind groß und das vernetzte Vorgehen bei vielen Projekten sorgt dafür, den Mehrwert für die Bürger der Stadt deutlich zu steigern“, sagt Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg und zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der DVV. Und auch für den städtischen Haushalt brachte der DVV-Konzern auch im Jahr 2023 erhebliche Entlastung. Für das Recht, Versorgungsleitungen im Boden zu verlegen, zahlt der DVV-Konzern jährlich eine Konzessionsabgabe an die Stadt. Im Jahr 2023 waren das rund 34 Millionen Euro. Darüber hinaus führten die DVV-Unternehmen rund 1,6 Millionen Euro Gewerbesteuern an die Stadt Duisburg ab. Durch die Verrechnung der Gewinne aus der Energieversorgung und der Verluste aus dem ÖPNV ergeben sich Steuervorteile im zweistelligen Millionenbereich. Hinzu kommt außerdem, dass die DVV-Unternehmen durch zahlreiche Baumaßnahmen und viele weitere Projekte ein echter Wirtschaftsmotor für Duisburg und die gesamte Region sind. Im Jahr 2023 wurden Aufträge im Wert von 61 Millionen Euro an Lieferanten und Dienstleister aus Duisburg erteilt. Aufträge im Wert von weiteren 123 Millionen Euro erhielten Unternehmen aus den benachbarten Kommunen.

Einmaleffekte sorgen für gutes Ergebnis
Das Geschäftsjahr 2023 hat die DVV mit einem Ergebnis von 44,3 Millionen Euro abgeschlossen. Hauptgrund hierfür sind positive Einmaleffekte im Bereich der Energieversorgung. Im Zuge des Verkaufs der Anteile an der Steag GmbH durch die KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH sind entsprechende Wertberichtigungen der gehaltenen Anteile vorgenommen worden.

Weiterhin auf Wachstumskurs ist der Bereich der digitalen Infrastruktur im DVV-Konzern. Die DCC Duisburg CityCom als Tochtergesellschaft der DVV hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Glasfasernetz erheblich ausgebaut und kann nun schon rund 10 Prozent aller Duisburger Haushalte eine Anbindung ans Hochgeschwindigkeits-Internet anbieten. „Der Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur wird zu einem zunehmend wichtigen Standort-Faktor für Unternehmen. Wer im Wettbewerb steht, kann ihn oft nur mit leistungsfähigen Internetanbindungen bestehen. Aber auch für immer mehr Privatpersonen wird die Qualität des Internetanschlusses zu einem wichtigen Faktor. Deshalb treiben wir den Ausbau konsequent voran“, sagt Marcus Vunic, Geschäftsführer Recht, Informationstechnologie, Telekommunikation und Digitalisierung bei der DVV.

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DVV-Belegschaft wächst weiter
„Wir haben in allen Konzerngesellschaften enorme Herausforderungen zu bewältigen, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Das geht nur mit einer hoch qualifizierten Belegschaft. Ich bin stolz, dass unsere 4.431 Beschäftigten die vielen Projekte so erfolgreich umsetzen“, sagt Arbeitsdirektor Axel Prasch. Hinzu kommen 110 Auszubildende in den drei Lehrjahren in Lehrberufen und dualen Studiengängen. „Als kommunales Unternehmen ist es unser Selbstverständnis, jungen Menschen aus der Region eine qualitativ hochwertige Ausbildung und eine berufliche Perspektive anzubieten. Ausbildung im eigenen Konzern ist der wichtigste Schritt, dem fortschreitenden Fachkräftemangel zu begegnen“, erklärt Axel Prasch.

Geschäftszahlen online: der digitale Jahresbericht
CO2-neutral bis zum Jahr 2035: Für einen Infrastruktur-Konzern ist das eine gigantische Aufgabe. Die DVV hat sich dieses Ziel gesetzt und einen konkreten Maßnahmen-Katalog entwickelt. Wie die DVV-Unternehmen CO2 einsparen wollen, was alte Technologien ersetzt und was auf dem Weg dahin alles nötig ist, zeigt der digitale Jahresbericht 2023. Alle wichtigen Kennzahlen aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr und spannende Einblicke in Zukunftsprojekte zum Klimaschutz und zur Energiewende gibt es im Internet unter bericht.dvv.de.

 
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV)
Die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) ist ein Multidienstleistungskonzern in den Bereichen Versorgung, Mobilität und Services. Zum Konzern gehören über 30 Gesellschaften wie die Stadtwerke Duisburg AG, die Netze Duisburg GmbH, die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG und die octeo Multiservices GmbH. Mit rund 4.300 Beschäftigten zählt der DVV-Konzern zu den großen Arbeitgebern in Duisburg und trägt entscheidend zur Bereitstellung einer leistungsfähigen Infrastruktur in der Großstadt mit rund 500.000 Einwohnern bei.
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV)
Foto: Gerd Altmann / pixabay

 

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