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Elf Premieren und 52 Produktionen: Schauspiel Duisburg stellt Spielzeit 2023/24 vor

Theater Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.
Kurz vor Ende der aktuellen Theatersaison haben Interims-Kulturdezernentin Astrid Neese, Geschäftsleiterin Petra Schröder und Schauspiel-Intendant Michael Steindl das Programm für die Spielzeit 2023/24 bekanntgegeben – inklusive des THEATERTREFFENS im Rahmen der 45. Duisburger Akzente im März 2024 unter dem Thema „Familienbande“. „Eine Spielzeit neigt sich dem Ende, die vor allem im vergangenen Herbst noch stark durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt war“, resümiert Astrid Neese. „Umso mehr freuen wir uns, dass seit Jahresbeginn ein deutlicher Aufwärtstrend bei den Besucherzahlen zu beobachten ist und wir aktuell 17.500 Schauspiel-Besucherinnen und Besucher in der Spielzeit 2022/23 verzeichnen dürfen. Das Spielzeitprogramm 2023/24 bietet reichhaltigem Schauspielgenuss mit insgesamt 142 Vorstellungen für alle Generationen: 52 verschiedene Produktionen, davon 7 eigene Premieren und 4 Koproduktionspremieren.”

Intendant Michael Steindl präsentiert die Inhalte des Programms für die gesamte Spielzeit, das auch bereits das Theatertreffen im Rahmen der 45. Duisburger Akzente beinhaltet:
„Elf Premieren, davon vier in Koproduktion, und sieben große Gastspiele bestimmen das Programm. Je zweimal sind das Berliner Ensemble und das Schauspiel Hannover zu erleben. Im Rahmen des THEATERTREFFEN markieren das Thalia Theater Hamburg, das Staatsschauspiel Dresden und die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin den Höhepunkt der kommenden Saison. Dazu kommen musikalische Produktionen vom Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel und Dirk Schäfer, Figurentheater mit FAMILIE FLÖZ und Bühne Cipolla – sowie die 100. Vorstellung der Koproduktion KLASSE KLASSE mit Theater Strahl Berlin, die vor 15 Jahren ihre Duisburger Premiere feierte.

Auch wenn über die Verstetigung der Förderung „Neue Wege“ durch das Land NRW noch nicht final entschieden ist, freue ich mich besonders, dass wir mit großer Anstrengung die beiden Projektstellen im Schauspielteam auch für die kommende Spielzeit beibehalten werden. Der Mehrwert wird ersichtlich in der für das Frühjahr im Opernfoyer geplanten Lese-Performance-Reihe TXT@night und in dem Angebot „Frau Böhrke trifft TILL“, mit der die Zusammenarbeit mit den Duisburger Schulen weiter intensiviert werden soll.“

Zur Preisstruktur und Vertrieb informiert Geschäftsleiterin Petra Schröder: „Wir sind sehr dankbar über den deutlichen Aufwärtstrend bei den Besucherzahlen nach den Einbrüchen durch die Corona Pandemie. Aus diesem Grund haben wir uns auch bewusst – trotz Preissteigerungen bei sämtlichen Infrastrukturkosten – dafür entschieden, unsere Eintrittsgelder in der kommenden Spielzeit noch nicht zu erhöhen.

Die Kosten für eine Veranstaltung liegen zwischen 12 Euro in der günstigsten Kategorie und 36 Euro in der besten Kategorie für ein Schauspiel beim Theatertreffen und sind damit sehr erschwinglich. Besonders zu empfehlen ist das neue Abo Q mit drei feststehenden Terminen und einem Schauspiel nach Wahl, das schon ab 70 Euro erworben werden kann.

Der Vorverkauf für die Spielzeit 2023/24 hat begonnen: Karten gibt es unter www.theater-duisburg.de, unter Telefon 0203 / 283 62100 und in der Theaterkasse am Opernplatz.

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Spektakuläres Gastspielprogramm mit Stefanie Reinsperger und Jens Harzer

Der Theatermacher. Foto: Mattias Horn.
Das Gastspielprogramm strotzt von großen Namen, sei es während des THEATERTREFFENS oder über die gesamte Spielzeit verteilt. Dazu zählen Günter Grass‘ „Die Blechtrommel“ mit Nico Holonics und Thomas Bernhards „Der Theatermacher“ mit „Tatort“-Star Stefanie Reinsperger, beide vom Berliner Ensemble in der Regie von Oliver Reese. Vom Schauspiel Hannover kommen William Shakespeares „Hamlet“ (Regie: Lisa Nielebock) und Michael Frayns „Der nackte Wahnsinn“ (Regie: Anne Lenk). Im Rahmen des THEATERTREFFEN gibt es ein Wiedersehen mit Iffland-Ring-Träger Jens Harzer in „Intervention!“ von Sven Regener und Leander Haußmann, der bei der Produktion vom Thalia Theater Hamburg auch Regie führte. Außerdem zu Gast das Staatsschauspiel Dresden mit Heinrich von Kleists „Die Familie Schroffenstein“ (Regie: Tom Kühnel) und die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin mit der Tschechow-Überschreibung „SISTAS!“ von Golda Barton (Regie: Isabelle Redfern und Katharina Stoll). Für musikalische Höhepunkte sorgen u. a. das Westfälische Landestheater mit „Elektrolurch im Sonderzug – Die Show der deutschen Rockmusik“ und Dirk Schäfer mit seinem Doppel-Abend „Hinter den Wölfen“ und „Der Tod und ein Mädchen“.

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Friederike Becht und Roland Riebeling bleiben dem Schauspiel Duisburg weiterhin verbunden

Hamlet. Foto: Kerstin Schomburg.
Fernsehpreisträgerin Friederike Becht und Tatort-Star Roland Riebeling stehen in der kommenden Spielzeit zwar nicht – wie zuletzt in „Orlando“ – gemeinsam auf der Bühne, sind aber dennoch weiterhin regelmäßig live in Duisburg zu erleben. Dem jungen Regisseur Alexander Vaassen ist am Prinz Regent Theater Bochum mit „Dädalus und Ikarus“ von Literaturnobelpreisträger Dario Fo mit Roland Riebeling in allen Rollen ein besonderer Coup gelungen. Intendant Michael Steindl hat die Produktion nach Duisburg eingeladen und Alexander Vaassen darüber hinaus für eine Inszenierung am Schauspiel Duisburg verpflichtet. Im Rahmen des THEATERTREFFENs wird er mit Friederike Becht Dennis Kellys fesselnden Monolog „Girls & Boys“ über den Umschlag einer charmanten Liebesgeschichte in eine familiäre Katastrophe zur Aufführung bringen. Schon im November gibt Friederike Becht Frauen, die großen Künster*innen Modell gestanden haben, in „Vor aller Augen“ von Martina Clavedetscher eine Stimme (Koproduktionspremiere im FOYER III, Regie: Jan Stephan Schmieding). Patrick Süskinds Monolog „Der Kontrabass“ mit Roland Riebeling bleibt ebenso im Programm, wie das Maskentheater der FAMILIE FLÖZ, die außergewöhnlichen Theaterabende für Kinder von TOBOSO und Bühne Cipolla mit ihrem Figurentheater für Erwachsene mit Live-Musik. Letztere wird im Mai 2024 auch ihre neue Produktion „Dr. Fischer aus Genf oder Die Bombenparty“ nach dem Roman von Graham Greene im Theater Duisburg präsentieren (Koproduktion mit Altonaer Theater, Hamburg).

Reichhaltiges Programm für alle Altersgruppen

Intervention. Foto: Armin Smailovic.
Insgesamt stehen 24 Wiederaufnahmen auf dem Programm, darunter die gefeierten Erfolgsstücke „How to Date a Feminist“, „Rita will’s wissen“, „Being Freddie Mercury“ und „Dirk Schäfer singt: TangO.Und Piaf“. Nach zwei Jahren Pause kommt endlich auch wieder Theater Strahl mit „KLASSE KLASSE“ nach Duisburg. In der dynamischen Collage über die Archetypen und Konflikte einer Schulklasse mit den von Regisseur Michael Vogel (FAMILIE FLÖZ) gebauten Masken, ist auch wieder der Vizeweltmeister, Europameister und mehrfache deutsche Meister im Beatboxen, Mando live auf der Bühne zu erleben. Am 24. Oktober 2023 zum 100. Mal! Das große Weihnachtsmärchen ist „Momo“ von Michael Ende in einer Inszenierung des Hessischen Landestheaters Marburg. Unter dem Titel „Frau Böhrke trifft TILL (TILL = Theaterinteressierte Lehrerinnen und Lehrer)“ lädt Theaterpädagogin Katharina Böhrke die Duisburger Schulen zur intensiven Zusammenarbeit ein.

Fünf Spieltrieb-Premieren
„Spieltrieb – Jugendclub im Theater Duisburg“ wird die Schauspiel-Saison im Großen Haus mit dem Liederabend „Fucking Lonely (relaoded)“ eröffnen. Für alle Theaterinteressierten zwischen 17 und 23 Jahren stehen als offene Projekte „Woyzeck“ von Georg Büchner (Regie: Damira Schumacher) und die Eigenproduktion „Wurzeln“ (Regie: Jule Pichler und Steven Wind) auf dem Programm. Die Kennenlerntage sind am 20. August 2023 bzw. am 27. Januar 2024. Mit „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert in einer auf vier Darsteller*innen reduzierten Fassung präsentiert das langjährige Spieltrieb-Mitglied Juliette van Loon ihre erste eigene Regie-Arbeit. Die Spielzeit beschießt die Neuinszenierung von Rike Reinigers Monolog „Name: Sophie Scholl“ durch Intendant Michael Steindl. Er wird außerdem im Rahmen des THEATERTREFFEN mit den Schauspielerinnen Sina Ebell und Stefanie Winner „Keimzellen“ zur Aufführung bringen. Leichtfüßig erzählt das Stück der franko-kanadischen Autorin Rébecca Déraspe von der außergewöhnlichen Freundschaft zweier Frauen, die durch eine Schwangerschaftsdiagnose mit Trisomie 21 auf eine besondere Probe gestellt wird.

Besondere Extras: Kai Magnus Sting, Ursula Wawschroschek und TXT@night
Das ohnehin reichhaltige Programm wird für die Saison 2023/24 noch um die Rubrik „Extra“ erweitert. Im Dezember ist Kabarettist Kai Magnus Sting mit seinem Programm „Unter Weihnachtsmännern“ im Großen Haus zu erleben. Im Februar präsentiert Ursula Wawroschek, die seit 2016 als Pianistin und Cellistin mit Kai Bettermann die Songs von Queen in „Being Freddie Mercury“ auf besondere Weise zu Gehör bringt, im Opernfoyer ihr Soloprogramm „Diva-Abend … eine Pianistin ist auch dabei“. Und im selben Monat startet ebendort ein ganz neues Format unter dem Titel „TXT@night“. Dramaturg Gabriel Rodríguez Silvero hat dafür vier Literatur-Performances zusammengestellt, die den Blick auf neue Texte und Konzepte eröffnen. Im Rahmen des THEATERTREFFEN wird dabei auch Katja Brunner live zu erleben sein, deren Stück „Die Kunst der Wunde“ gerade zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen war.
Stadt Duisburg / Schauspiel Duisburg
Fotos: Petra Grünendahl (1), Mattias Horn (1), Kerstin Schomburg (1), Armin Smailovic (1)

 

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