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Commerzbank: 10. Unternehmerkunden-Studie zum Arbeitsmarkt

Fehlende Nachfolge: Fast jedes dritte Unternehmen in der Region Duisburg will schließen

  • Fachkräftemangel ist für fast die Hälfte der Betriebe existenzbedrohend
  • 50 Prozent der Firmen hat sich mit der Nachfolge noch nicht beschäftigt
  • Commerzbank berät umfassend zur Unternehmensübergabe

Nikolai Baecker, Regionsleiter Unternehmerkunden Gebiet Duisburg. Foto: Commerzbank.
Fast jedes dritte Unternehmen in Duisburg will schließen, wenn kein Nachfolger gefunden wird. Zugleich hat sich die Hälfte der Firmen noch nicht mit der Unternehmensübergabe beschäftigt. Das geht aus der 10. Unternehmerkunden-Studie im Auftrag der Commerzbank hervor. Für diese wurden bundesweit 1.600 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 15 Millionen Euro vom Meinungsforschungsinstitut Ipsos befragt, davon 100 in der Region Duisburg. Zu den Befragten zählen sowohl Kunden der Commerzbank als auch Kunden anderer Institute. „Die Ergebnisse bestärken uns darin, dass die Regelung der Nachfolge ein wichtiger Bestandteil unserer Beratung ist“, sagt Nikolai Baecker, Regionsleiter Unternehmerkunden für das Gebiet Duisburg der Commerzbank AG: „Aufgrund unserer Verwurzelung im Mittelstand verstehen wir die Sorgen und Herausforderungen, die damit verbunden sind, und können die Unternehmen umfassend begleiten.“

Arbeitskräftemangel bleibt beherrschendes Thema
Der Studie zufolge ist der Arbeitskräftemangel für die Unternehmen in Duisburg weiterhin das beherrschende Thema. 45 Prozent geben an, direkt davon betroffen zu sein. „Diese Betriebe finden vor allem keine beziehungsweise nicht genügend qualifizierte Fachkräfte“, so Baecker weiter. Nahezu die Hälfte sucht zudem vergeblich Auszubildende oder kommt in Verzug, weil Geschäftspartner ebenfalls vom Arbeitskräftemangel betroffen sind. Einundzwanzig Prozent sagen bereits, dass sie keinen Nachfolger finden. Bundesweit sind es 20 Prozent. Knapp die Hälfte der Befragten in Duisburg sieht den Fortbestand des eigenen Unternehmens aufgrund des Fachkräftemangels als gefährdet an.

Unternehmen setzen auf flexible Arbeitszeitmodelle und attraktive Vergütung
„Mit Blick auf diese Herausforderungen ergreifen die Unternehmen bereits etliche Maßnahmen, um als attraktiver Arbeitgeber Mitarbeitende zu gewinnen oder zu halten“, so Baecker. 56 Prozent der Unternehmen in Duisburg und damit mehr als im Bundesschnitt setzen auf eine attraktive Vergütung über Marktniveau. Mehr als die Hälfte bieten flexible Arbeitsmodelle wie Home-Office oder Teilzeit an. „Gut ein Drittel bietet bereits auch eine betriebliche Altersvorsorge an“, führt Baecker weiter aus. „Dabei zählt dies zu einem sehr gefragten Instrument bei Mitarbeitenden.“

Unternehmen sprechen vor allem potenzielle Kandidaten direkt an
Bereits jetzt schon relevant ist die Nachfolgeregelung für 38 Prozent der Unternehmen in der Region Duisburg. Diese sprechen vor allem gezielt potenzielle Kandidaten an.
Jeder Fünfte von ihnen nutzt auch die Expertise von Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern. In ganz Duisburg wollen 16 Prozent der Verantwortlichen ihr Unternehmen noch maximal fünf Jahre führen, weitere 56 Prozent maximal zehn Jahre.

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Alter und Gesundheit sind Impulse für die Nachfolgeregelung
Es sind vor allem persönliche Gründe, die dazu führen, sich mit der Nachfolge-Thematik auseinanderzusetzen: Fortschreitendes Alter und ein veränderter Gesundheitszustand werden von den meisten als Impuls dafür genannt. Jeder Vierte will das Unternehmen in der eigenen Familie weitergeben. 36 Prozent hat sich allerdings noch keine Gedanken gemacht, wie es mit dem Unternehmen weitergehen soll. „Wenn man weiß, dass eine Firmenübergabe im Schnitt fünf Jahre dauert, ist dies ein sehr bedenkliches Ergebnis“, so Baecker.

Zukunft vieler Unternehmen ungewiss
Sollte kein Nachfolger gefunden werden, will ca. jeder Dritte seinen Betrieb so lange weiterführen, bis die Übergabe geklärt ist. 29 Prozent sagen aber bereits, dass er das Unternehmen in diesem Fall schließen will. „Sich nicht rechtzeitig um die Nachfolge zu kümmern, kann für das Unternehmen also fatale Folgen haben“, fasst Baecker zusammen „Wir sprechen unsere Kunden daher aktiv auf die Thematik an.“

Unternehmen wünschen sich Beratung zu Nachfolge- und Übernahmefinanzierung
Von Banken wünschen sich die Duisburger Unternehmen vor allem Angebote zur Nachfolge- oder Übernahmefinanzierung sowie Beratungsleistungen zur Preisfindung und Unternehmensbewertung. „Wir sind als Commerzbank aber auch darüber hinaus ein wichtiger Ansprechpartner. Nicht nur, weil wir die finanzielle Situation des Unternehmens kennen, sondern weil wir zum Beispiel auch bei der Suche eines geeigneten Nachfolgers behilflich sein können“, betont Baecker.

Über die Commerzbank

Commerzbank an der Königstraße. Foto: Petra Grünendahl.
Die Commerzbank ist die führende Bank für den Mittelstand und starker Partner von rund 26.000 Firmenkundenverbünden sowie knapp 11 Millionen Privat- und Unternehmerkundinnen und -kunden in Deutschland. In zwei Geschäftsbereichen – Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden – bietet die Bank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen. Die Commerzbank wickelt rund 30 Prozent des deutschen Außenhandels ab und ist im Firmenkundengeschäft international in knapp 40 Ländern vertreten. Die Bank konzentriert sich auf den deutschen Mittelstand, Großunternehmen sowie institutionelle Kunden. Im internationalen Geschäft begleitet die Commerzbank Kunden mit einem Geschäftsbezug zu Deutschland und Unternehmen aus ausgewählten Zukunftsbranchen. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden steht die Bank mit den Marken Commerzbank und comdirect an der Seite ihrer Kundinnen und Kunden: online und mobil, im Beratungscenter und persönlich vor Ort. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A. ist eine innovative Digitalbank und betreut rund 5,7 Millionen Privat- und Firmenkunden überwiegend in Polen sowie in der Tschechischen Republik und der Slowakei.
Commerzbank
Fotos: Commerzbank (1), Petra Grünendahl (1)

 

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