Lehmbruck Museum in Duisburg: Vor Ort 2018 neben Oskar Schlemmer und Expressionismus

Duisburgs Künstlerszene präsentiert sich
Von Petra Grünendahl

Hinter Ulrike Waltemathes „Kontakt“: Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla (4. v. l.) mit einigen Künstlern der Ausstellung der IG Duisburger Künstler „Vor Ort 2018“. Foto: Petra Grünendahl.
Vielfältig und lebendig ist die Duisburger Künstlerszene. Das zeigt die Ausstellung „Vor Ort 2018“, die in Duisburg heimischen Künstlern ein Podium bietet, ihre aktuellen Arbeiten zu präsentieren. „122 Künstler haben ihre Werke einer Jury vorgestellt, die 34 von ihnen für die Werkschau ausgewählt hat“, erzählte Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla. Das Spektrum umfasst nicht nur unterschiedlichste Bereiche künstlerischen Schaffens – Malerei und Zeichnung, Fotografie, Skulptur, Video und Installation –, sondern erstreckt sich auch über die Generationen. In manchen Werken finden sich auch bildliche Bezüge zu Duisburg Die Ausstellung verstehe sich als aktuellen Beitrag zur Kultur der Stadt, so Dinkla.

Ausstieg aus der Kohlenförderung: Wohin geht die Reise? fragt Will Brands „Wagenlenker“ auf der Ausstellung der IG Duisburger Künstler „Vor Ort 2018“. Foto: Petra Grünendahl.
Annette Erkelenz (hinten) und Fritz Josef Haubner auf der Ausstellung der IG Duisburger Künstler „Vor Ort 2018“. Foto: Petra Grünendahl.
Gleich drei Ausstellungen eröffnet das Lehmbruck Museum am Samstag, 10. November, im Anbau des Museums: „Vor Ort 2018“, die diesjährige Ausstellung der IG Duisburger Künstler (um 16 Uhr) sowie die Kabinettausstellung „Oskar Schlemmer: 100 Jahre Bauhaus“ und die Sammlungspräsentation „Meisterwerke des Expressionismus“ (beide um 15 Uhr). Den Hauptteil der neuen Präsentationen nehmen die Duisburger Künstler ein, die den größten Teil der Räume in Anbau belegen: Neben dem Foyer das Gebäudes auch den großen Sonderausstellungsraum. Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla stellte die Sonderschau im Pressegespräch zusammen mit Kurator Jörg Mascherrek (Juryvorsitz) und Alexander Voß (Jurymitglied, Sprecher der IG Duisburger Künstler) vor. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen: Auf 86 Seiten mit 34 farbigen Abbildungen stellen die IG Duisburger Künstler und das Lehmbruck die beteiligten Künstler** und ihre Werke vor. Das Buch ist zum Preis von 7,50 Euro an der Museumskasse erhältlich.

Weitere Sonderschauen im Anbau

„Ohne Titel“ (Messing-Patronenhülsen auf Stahlblech) von Pia Winkenstern auf der Ausstellung der IG Duisburger Künstler „Vor Ort 2018“. Foto: Petra Grünendahl.
Breiten Raum in Anbau nimmt die Ausstellung der Duisburger Künstlerszene ein, die Dreiecksräume außen hat das Lehmbruck Museum mit Werken anderer Künstler bestückt. In zwei Räumen hängen die Expressionisten aus der eigenen Sammlung: unter anderem Werke von Wilhelm Lehmbruck, August Macke, Emil Nolde, Max Pechstein, Otto Müller und Oskar Schlemmer. Einen dritten Raum präsentierte das Museum Werke von Oskar Schlemmer als Teil des Bauhaus-Jubiläums in NRW „100 jahre bauhaus im westen“. Die Kabinettausstellung mit Oskar Schlemmer zeigt einen der einflussreichsten und vielseitigsten Künstler des Bauhauses. Schlemmer war nicht nur als Maler, sondern auch als Grafiker, Bühnenbildner, Choreograf, Wandgestalter und Bildhauer tätig.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Das war einmal ein Baum im Kant-Park: „Queen of Performance“ von Roger Löcherbach auf der Ausstellung der IG Duisburger Künstler „Vor Ort 2018“. Foto: Petra Grünendahl.
Die Sonderschauen im Anbau des Lehmbruck Museums sind bis zum 17. Februar 2019 zu sehen. Dienstags bis freitags ist das Lehmbruck Museum ab 12 Uhr geöffnet, samstags und sonntags ab 11 Uhr. Die Öffnungszeiten gehen bis 17 Uhr, donnerstags wegen der plastikBAR bis 21 Uhr. An Feiertagen gelten ggf. besondere Öffnungszeiten. Regulär kostet der Eintritt 9 Euro, ermäßigt 5 Euro. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre in Begleitung von Angehörigen sowie Blinden- und Demenzbegleitung haben kostenlos Eintritt. Schulklassen und Kindergärten zahlen pro Person 2 Euro (gilt nur für Selbstführergruppen), eine Familienkarte gibt es für 15 Euro. Jeden ersten Freitag im Monat gilt: „Pay what you want“. Ausgenommen davon sind angemeldete Gruppen.

Fritz Josef Haubner (vorne), Fee Brandenburg, Magdalena Bitniok und Barbara Deblitz (hinten v. l.) auf der Ausstellung der IG Duisburger Künstler „Vor Ort 2018“. Foto: Petra Grünendahl.
Zu seinen Sonderausstallungen bietet das Lehmbruck Museum verschiedene Veranstaltungen als Rahmenprogramm an. Öffentliche Führungen durch das Museum gibt es jeden Sonntag; sie kosten 2 Euro zusätzlich zum Eintritt. Für Informationen und Buchungen steht die Kunstvermittlung des Lehmbruck Museums unter Telefon 0203 / 283-2195 oder eMail kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es unter tickets@lehmbruckmuseum.de, Telefon 0203 / 283-2195 oder www.lehmbruckmuseum.de sowie im Veranstaltungskalender.

Magdalena Bitniok auf der Ausstellung der IG Duisburger Künstler „Vor Ort 2018“. Foto: Petra Grünendahl.
(*) Ermäßigung erhalten gebuchte Gruppen, Selbstführer ab 20 Personen, Menschen mit Behinderung (ab 70%), Schüler & Studenten, Wehr- & Zivildienstleistende sowie Menschen mit Sozialhilfebezug.

(**) Die an der Ausstellung beteiligten Duisburger Künstler: Magdalena Bitniok, Christina Böckler, Christoph Breitmar, Fee Brandenburg, Will Brands, Barbara Deblitz, Jochen Duckwitz, Annette Erkelenz, Susan Feind, Gabriella Fekete, Klaus Florian, Agnes Giannone, Manfred Gliedt, Fritz Josef Haubner, Andy Hellebrand, Anna Irma Hilfrich, Friederike Huft, Michael Kiefer, Gert Kiessling, Barbara Koxholt, Roger Löcherbach, Kerstin Müller-Schiel, Joachim Poths, Ralf Raßloff, Walter Schernstein, André Schweers, Cornelia Schweinoch-Kröning, Hermann Sommerhage, Doris Lydia Stark, Regine Strehlow-Lorenz, Ralf Thiesen, Annik Traumann, Ulrike Waltemathe, Pia Winkenstern.

© 2018 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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