Rat der Stadt Duisburg entscheidet über Mehrkosten beim Oberbürgermeister-Lehr-Brückenzug

Erneuerungsbedürftig: Dieser Teil des Oberbürgermeister-Lehr-Brückenzuges stammt von der im 2. Weltkrieg zerstörten Hohenzollernbrücke in Köln. Foto: Petra Grünendahl.
Der Rat der Stadt Duisburg entscheidet in seiner Sitzung am 30. März über die Mehrkosten beim Neubau des Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzuges. Durch die fortlaufenden Prozesse sowie den Planungsfortschritt bei dieser wichtigen und unaufschiebbaren Infrastrukturmaßnahme ergeben sich nun auch belastbare Kostenkalkulationen. Rund 42 Millionen Euro mehr als die bisherigen Kostenberechnungen, die im Rahmen der Entwurfsplanung zur Erstellung der notwendigen Ausschreibungsunterlagen aufgestellt wurden, müssen veranschlagt werden.

Nach Auswertung der europaweiten Ausschreibungen und der schon zum Teil vergebenen Aufträge sind aktuell rund 169 Millionen Euro als Gesamtkosten veranschlagt. Die derzeit überhitzte Baukonjunktur trägt dazu bei, dass die Bruttokosten für die Bau- und Baunebenleistungen den größten Teil der Steigerung ausmachen.

Da die Maßnahme sowohl bei der Bezirksregierung Düsseldorf als auch dem VRR zur Förderung angemeldet und bewilligt worden ist, ist die Stadt parallel zur Fortführung der Planungen und Vergaben im Dialog mit dem Land Nordrhein-Westfalen über eine entsprechende Erhöhung der ursprünglichen Zuwendungen. Diese Vorgehensweise ist auch mit dem Landesverkehrsministerium und den Bewilligungsbehörden vorab besprochen worden. So wurde konkret verabredet, auf der Basis der nun vorliegenden Angebote entsprechende Änderungsanträge zur Förderung vorzulegen. In welcher Höhe Fördermittel bewilligt werden, steht allerdings noch nicht abschließend fest.

Als eine der vier Ruhrquerungen in Duisburg besitzt der Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzug mit dem Verteilerkreis Kaßlerfeld und der Anbindung an die L140 eine außergewöhnliche Bedeutung für den innerstädtischen Nord-Süd-Verkehr und die Anbindung des Hafens an das überörtliche Straßennetz. Der Abschnitt zwischen Tausendfensterhaus bis zur Nordseite des verfüllten Kaiserhafens ist bereits baulich fertiggestellt sowie 2015 in den Verkehr genommen worden.
Stadt Duisburg
Foto: Petra Grünendahl

 

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