Paradox: Beim Ideenmanagement schadet Geld mehr als es nützt

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Experten aus der Arbeitswirtschaft diskutierten beim Unternehmerverband, wie man Ideen im Betrieb erzeugt und belohnt

Durchlaufzeiten und Beteiligung von Ideen verbessern – das ist einer der Kernbereiche, in dem es auf gute Einfälle aus dem Kreis der Beschäftigten ankommt. Wie Ideen auszulösen, zu managen und zu belohnen sind, erfuhren nun Mitglieder des Unternehmerverbandes bei einem virtuellen Austausch. Foto: istock.
Beim Ideenmanagement schadet Geld mehr als es nützt – über diese Aussage staunten die 15 Experten aus der Arbeitswirtschaft nicht schlecht, die sich Mitte September virtuell zum Austausch über das Thema Ideenmanagement trafen. „Auch wenn es sich paradox anhört, dass Geld nicht der beste Motivator ist: Das Ideenmanagement lebt hauptsächlich von der Überzeugung, dem Engagement und der Loyalität der Beschäftigten für das Unternehmen“, erläuterte Tobias Fastenrath vom Unternehmerverband. Der Verbandsingenieur, der den Austausch organisiert hatte, empfahl den Führungskräften, als Auslöser für Ideen vor allem auf intrinsische Motivation – also aus eigenem Antrieb heraus – zu setzen.

Bei dem Austausch über das Ideenmanagement, an dem Produktions- und Betriebsleiter sowie Personalexperten aus dem Kreis der Mitgliedsunternehmen teilnahmen, referierte Prof. Dr. Hans-Dieter Schat von der FOM Hochschule anhand seiner „Ideenmanagement Studie 2020“. Die Studie zeige nicht nur, was ein High Performance Ideenmanagement ausmache, sondern überrasche auch in einem zentralen Ergebnis. Schat: „Je höher die (Geld-) Prämie, desto schlechter funktioniert tendenziell ein Ideenmanagement.“ Hingegen koste ein Low Performance Ideenmanagement Unternehmen täglich bares Geld und Motivation der Beschäftigten, die sich mit Ideen einbringen. Deutlich kam auch heraus: „Ideenmanagement ist kein Perpetuum mobile. Es muss zielgerichtet und kontinuierlich aktiviert werden“, so Prof. Dr. Schat, der den Teilnehmern veranschaulichte, wie Unternehmen ein eingeschlafenes System wieder zum Leben erwecken können.

Die Mitglieder des Unternehmerverbandes berät der Verbandsingenieur Tobias Fastenrath zu allen Fragen rund um die Arbeitswirtschaft und -organisation. Dazu gehören neben dem Innovationsmanagement auch Prozessoptimierung bei Arbeits- und Betriebszeit, Entgeltsysteme, Arbeitsbewertung, Datenermittlung und die Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Unternehmen. Nicht erst seit Corona ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeits- und Gesundheitsschutz. Kontakt zum Verbandsingenieur Tobias Fastenrath, Telefon 0203 / 99367-233, eMail fastenrath@unternehmerverband.org.

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Über den Unternehmerverband
Die Unternehmerverbandsgruppe ist einer der größten Arbeitgeberverbände in Nordrhein-Westfalen. Den sieben Einzelverbänden gehören bundesweit über 700 Mitgliedsunternehmen mit rund 100.000 Beschäftigten an. Die Gruppe vertritt die Interessen der Arbeitgeber und bietet umfassende Expertise im Arbeits- und Sozialrecht, der Gestaltung von Arbeitsbedingungen mit und ohne Tarifbindung sowie der Arbeitswirtschaft. Die Verbände sind Stimme der Unternehmer in der Rhein-Ruhr-Region und ihren Branchen, sie setzen sich für den Wirtschaftsstandort ein und bieten ein starkes Netzwerk. Der Sitz des Unternehmerverbandes ist das HAUS DER UNTERNEHMER in Duisburg. Das Kern-Verbandsgebiet reicht vom westlichen Ruhrgebiet rechtsrheinisch über den Niederrhein bis hin zur niederländischen Grenze. Drei der Einzelverbände sind bundesweit aktiv.
Unternehmerverband – Die Gruppe
Foto: iStock

 

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