Digitalisierung in Duisburg auf dem Vormarsch

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In Duisburg sind 90 Prozent der Haushalte und Gewerbebetriebe mit schnellem Internet versorgt. Foto: Vitaly Sacred über Unsplah.com.
Unterwegs im Zug an einer Videokonferenz teilzunehmen oder die E-Mails zu checken, während man im Stau steht, kann ich Deutschland zu einer Herausforderung werden und zu Kopfschmerzen führen. Der Grund dafür: fehlender Breitbandausbau.

Laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) liegt Deutschland in Sachen Breitbandausbau im internationalen Vergleich auf den hinteren Plätzen. Vor allem in ländlichen Regionen und im Osten geht der Ausbau nur im Schneckentempo voran. Gerade einmal 13 Prozent der Nutzer erreichen die Geschwindigkeit, die ihnen vom gewählten Festnetz- und Mobilfunkanbieter vertraglich maximal zugesichert ist.

 
Kupfer- statt Glasfaserkabel auf den letzten Metern

In Duisburg sind 90 Prozent der Haushalte und Gewerbebetriebe mit schnellem Internet versorgt. Foto: LDenny Muller über Unsplah.com.
Immerhin hat sich die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit in Deutschland seit 2013 verdoppelt. Das Problem bleibt aber die Geschwindigkeit. Statt in großem Stil Glasfaserkabel zu verlegen, haben deutsche Anbieter, allen voran die Telekom, vor allem darauf gesetzt, die alten Kupferleitungen mit Techniken wie Supervectoring maximal auszulasten.

 
Ein weiterer Knackpunkt beim Breitbandausbau in Deutschland ist auch, wie man mit der Strecke bis in den Keller hinein oder gar bis in die Wohnungen umgeht. Nur bis zur Stelle davor – bis zu den grauen Telefonkabelkästen an der Straße oder in die Verteilzentren für Fernsehkabel – setzen die Konzerne schon heute umfangreich auf Glasfaser, das 1000 MBit/s ermöglicht.

 
Auf den letzten Metern hingegen liegen häufig Kupferkabel im Boden oder der Wand – bei der Telekom sind das Telefonkabel, die manchmal bis zu 80 Jahre alt sind. Über sie erreicht man mit einem DSL-Anschluss in der Regel Spitzenwerte zwischen 50 und 100 MBit/s.

 
Digitales Duisburg

In Duisburg sind 90 Prozent der Haushalte und Gewerbebetriebe mit schnellem Internet versorgt. Foto: Leon Seibert über Unsplah.com.
Neue Studien zeigen außerdem, dass Westdeutschland schnelleres Internet besitzt als der Osten. Die alten Bundesländer im Westen haben die neuen Bundesländer in Sachen Geschwindigkeit abgehängt. Darüber hinaus haben Großstädte und Stadtstaaten wie Berlin, Hamburg und Bremen deutlich schnelleres Netz als ländliche Gebiete.

 
Auch Duisburg gehört zu den Städten, wo sich schnelles Internet zum Standortvorteil entwickelt. Wenn Unternehmen und Menschen in Ballungsräume ziehen, lohnt es sich für die Provider, das Breitband dort auszubauen. So möchte sich Duisburg als attraktive, intelligente und vernetzte Stadt positionieren.

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Bereits im Jahr 2018 wurde die Initiative “Smart City Duisburg” ins Leben gerufen.

 
90 Prozent der Haushalte und Gewerbebetriebe mit schnellem Internet versorgt

In Duisburg sind 90 Prozent der Haushalte und Gewerbebetriebe mit schnellem Internet versorgt. Foto: Thomas Jensen über Unsplah.com.
Im Rahmen dieser Initiative, die sich auf eine Digitalisierung zahlreicher Lebens- sowie Wirtschaftsbereiche im Raum Duisburg fokussiert, soll auch der Breitbandausbau vorangetrieben werden.

 
Laut einer Untersuchung liegt die Übertragungsgeschwindigkeit stadtweit bei mehr als 90 Prozent der Haushalte und Gewerbebetriebe zwischen 80 und 100 Mbit/s. Das bedeutet, dass in bestimmten Gebieten noch weiße Flecken verbleiben würden – also Gegenden, wo die Internetgeschwindigkeit bei unter 30 Mbit/s liegt.

 
Der geplante Realisierungszeitraum des geförderten Breitbandausbaus für Duisburg läuft bis November 2024.
cms
Fotos: Thomas Jensen, Denny Muller, Vitaly Sacred, Leon Seibert (alle über Unsplah)

 

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