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Mehr Respekt für Beschäftigte im Dienst der Allgemeinheit: DVG unterstützt DGB-Kampagne

DVG und DGB fordern mehr Respekt untereinander (v. l.): Kerstin Schütte (DVG-Betriebsratsvorsitzende), Angelika Wagner (Geschäftsführerin DGB Region Niederrhein), Tatjana Pannek (DVG-Bahnfahrerin) und Marcus Wittig (DVG-Vorstandsvorsitzender). Foto: Andreas Kamps / DVV.
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) beteiligt sich an der Kampagne „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch!“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB): Die Kampagne thematisiert Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber Beschäftigten, die im Dienst der Gesellschaft arbeiten. DVG und DGB wollen damit die Problematik ins öffentliche Bewusstsein rücken und die Beschäftigten besser schützen sowie zu mehr Respekt untereinander auffordern.

Marcus Wittig, DVG-Vorstandsvorsitzender, sagt: „Unsere itarbeiter leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag für die Mobilität in der Stadt. Die Bürger können sich auf uns verlassen, auch in schwierigen Zeiten wie der Corona-Pandemie. Trotzdem sind unsere Beschäftigten, ob im Fahrpersonal, bei der Ticketprüfung oder im Kundencenter, immer wieder Ziel von Beleidigungen, Drohungen und im Einzelfall sogar tätlichen Angriffen. Solche Vorfälle sind inakzeptabel, das tolerieren wir nicht. Der Schutz und die Sicherheit unserer Beschäftigten und Fahrgäste hat oberste Priorität. Wir gehen entsprechend konsequent gegen Gefährdungen aller Art vor und machen dabei von unseren juristischen Möglichkeiten Gebrauch.“ Die DVG setzt zudem auf Sicherheitspersonal und Videoüberwachung an Haltestellen und in den Fahrzeugen. Die Beschäftigten erhalten regelmäßig Deeskalationstrainings.

Angelika Wagner, Geschäftsführerin des DGB Region Niederrhein, sagt: „Unsere Beschäftigtenbefragung zeigt erschreckende Ergebnisse. Etwa zwei Drittel haben in den vergangenen zwei Jahren Beleidigungen, Bedrohungen und tätliche Angriffe erlebt. Umso mehr freut es mich, dass die DVG die Kampagne unterstützt und mit den Plakaten in den Fahrzeugen ein wichtiges Zeichen gegen Gewalt und für mehr Respekt und Wertschätzung setzt.“

Kerstin Schütte, DVG-Betriebsratsvorsitzende, sagt: „Wir haben den Eindruck, dass die Hemmschwelle für Angriffe sinkt und der Ton rauer geworden ist. Wir lassen unsere Kollegen damit nicht allein, wir müssen gemeinsam und aktiv Veränderungen anstoßen. Die Beschäftigten brauchen Unterstützung, Hilfe und Anerkennung für ihre Tätigkeit. Für uns sind Gewalt und Aggression nicht zu akzeptieren, wir brauchen mehr Respekt untereinander.“

Von Angriffen, Bedrohungen und Beleidigungen berichten betroffene Mitarbeiter der DVG in Videos, die auf der Internetseite der DVG zu finden sind: dvg-duisburg.de/mensch.

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Die DVG unterstützt die Kampagne auf verschiedenen Wegen: So fährt zum Beispiel ein DVG-Bus die wichtige Botschaft durch die Stadt. Verschiedene Plakatmotive werden in den kommenden Monaten in den Fahrzeugen der DVG zu sehen sein. Mit zum Teil auch provokanten Sprüchen wie „Ich bringe dich sicher ans Ziel – und du nennst mich Wichser?“ soll die Aufmerksamkeit aller Fahrgäste darauf gelenkt werden, dass es immer wieder zu Übergriffen und Beleidigungen gegenüber dem Personal der Verkehrsunternehmen kommt. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es zudem unter dvg-duisburg.de/mensch.

Beispiele für Vorfälle aus dem Jahr 2022
Mitte August vergangenen Jahres hatte ein Fahrgast einen Fahrer der DVG ins Gesicht geschlagen und anschließend mit dem Messer bedroht. Wenige Tage zuvor wurde eine Busfahrerin abends von einem Fahrgast angegriffen, nachdem sie ihn mehrfach freundlich darauf hingewiesen hatte, die Musik leiser zu stellen. Nur durch den Einsatz anderer Fahrgäste konnte Schlimmeres verhindert werden. Ende August gab es erneut einen Angriff auf das DVG-Fahrpersonal. Der Fahrer musste im Anschluss im Krankenhaus behandelt werden. Anfang September ist eine Bahnfahrerin in der Bahn bedroht und bespuckt worden. Sie musste den Dienst daraufhin abbrechen. Wenige Tage später wurde ein Busfahrer von Jugendlichen attackiert, weil diese sich kein Ticket kaufen wollten. Drei Tage später wurde ein Busfahrer auf einem Betriebshof zusammengeschlagen.
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

 

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