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Notfallmedizin in Duisburg: Telenotarzt für den Niederrhein

Foto: Karolina Grabowska / pexels.
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat die flächendeckende Einführung des Telenotarzt-Systems in Nordrhein-Westfalen auf den Weg gebracht. Dabei haben das Gesundheitsministerium, die Vertreter der Krankenkassen, die kommunalen Spitzenverbände sowie die Ärztekammern den Grundstein für eine qualitativ hochwertige telenotfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung auch am Niederrhein gelegt.

Die Kreise Kleve, Viersen und Wesel sowie die Städte Duisburg, Krefeld und Mönchengladbach haben sich hierzu im letzten Jahr zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen. Diese hat sich nun einvernehmlich darauf verständigt, dass die Stadt Krefeld Träger und Standort für die Telenotarzt-Zentrale werden soll, da sie die optimalen Rahmenbedingungen bietet. „Der Telenotarzt ist eine hervorragende Erweiterung unserer notfallmedizinischen Möglichkeiten. Mit der Stadt Krefeld haben wir bei diesem Meilenstein einen starken Partner an unserer Seite“, betont Oberbürgermeister Sören Link.

Stadtdirektor, Feuerwehr- und Digitalisierungsdezernent Martin Murrack ergänzt: „Die technischen Erweiterungen hin zur telemedizinischen Versorgung von Notfallpatienten im Rettungsdienst setzen neue Maßstäbe, sowohl in der Gesundheitsversorgung als auch bei der Digitalisierung der Stadtverwaltung, insbesondere bei der Feuerwehr Duisburg. Es ist mir ein besonderes Anliegen, mit modernen Lösungen die Notfallmedizin zu verbessern und digitale Innovationen voranzutreiben. Hierbei steht die medizinische Betreuung der Duisburger Bevölkerung im Fokus.“

Durch das Telenotarzt-System kann der Rettungsdienst am Einsatzort eine Notärztin oder einen Notarzt hinzuschalten. Die Telenotärztin oder der Telenotarzt sitzt dabei in der Leitstelle und kann den Einsatz per Echtzeit-Vitaldaten-Übertragung, Sprach- sowie gegebenenfalls Sichtkontakt verfolgen und entsprechend unterstützen und anleiten. Von Krefeld aus können dann künftig auch in Duisburg Rettungsdiensteinsätze durch einen Telenotarzt unterstützt werden. Der Telenotarzt kommt hierbei im Regelfall auf direkte Nachfrage der Rettungswagenbesatzung zum Einsatz oder kann von der Leitstelle Duisburg zugeschaltet werden. Er unterstützt das bewährte Notarztsystem mit seinen sechs Notarztstandorten im Stadtgebiet, welche für den Duisburger Rettungsdienst in vollem Umfang bestehen bleiben.

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Es wird nun die öffentlich-rechtliche Vereinbarung als Grundlage für die Umsetzung erstellt und den Gremien der mitwirkenden Kreise und Städte zur Entscheidung vorgelegt. Nach Klärung noch offener Fragen wie Organisation, Ausbildung und technischer Ausstattung soll der „Telenotarzt“ dann zeitnah in den Probebetrieb übergehen. Das Telenotarzt-System soll zukünftig für etwa zwei Millionen Menschen eine bessere medizinische Versorgung ermöglichen.
Stadt Duisburg
Foto: Karolina Grabowska / pexels

 

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