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Kongress der Niederheinischen IHK in der Mercatorhalle Duisburg: Logistik digital – Zwischen Vision und Praxis

Innovationen in digitaler Welt schaffen neue Möglichkeiten in Handel und Logistik
Von Petra Grünendahl

„Wir mussten erst lernen, aus unserer Box heraus zu blicken“, erklärte Gisbert Rühl, Vorstandsvorsitzender des Duisburger Stahlhändlers Klöckner. Die Entwicklung digitaler Strategien hat er nach Berlin verlagert, als es in Duisburg noch nicht die entsprechenden fachlichen Ressourcen gab. „Unser Digital Hub agiert unabhängig von uns, hat eine größere Selbstständigkeit“, so Rühl. Das sei nötig, denn digitale Innovationen seinen immer mit einer Disruption im Unternehmen verbunden – umso mehr, wenn es sich um ein Traditionsunternehmen wie Klöckner handle, das vor über 100 Jahren (1906) gegründet worden sei. Mit einer digitalen Plattform für den Stahlhandel will Rühl sein Unternehmen zukunftssicher aufstellen. „Gisbert Rühl hat als einer der Ersten den digitalen Stahlhandel voran getrieben“, berichtet Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, in seiner Begrüßung.

Schlankere Prozesse, digital gesteuerte Lieferketten und technisch gut qualifizierte Mitarbeiter sind erst der Anfang auf dem Weg zur Logistik von morgen. Deutlich machten das die Praxisbeispiele von Amazon, Klöckner & Co und Duisport beim Kongress „Logistik digital“, zu dem die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer (IHK) in die Duisburger Mercatorhalle eingeladen hatte. Unter dem Motto #GemeinsamDigital tauschten sich nahezu 300 Teilnehmer über Technologien wie Blockchain und Big Data Analytics aus ebenso wie über neue Geschäftsmodelle und IT-Sicherheit. Mit Erich Staake (Duisburger Hafen AG), Gisbert Rühl (Klöckner & Co. SE), Bernd Gschaider (Amazon Deutschland) und Christian Bockelt (DB Schenker AG), Prof. Dr. Michale ten Hompel (Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML) und dem Blogger Sascha Lobo hatte die Niederrheinische IHK ein hochklassiges Podium versammelt, sich über die Potenziale von Digitalisierung von Logistik mit dem Publikum auszutauschen.

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In Gesprächen mit dem Publikum
Die Vorträge, Podiumsdiskussionen und Gespräche unter den Teilnehmern zeigten: Die Logistikregion Niederrhein geht beim digitalen Wandel mit. Zahlreiche Logistiker des Standorts sind bereits dabei, die neuen technologischen Möglichkeiten in die Praxis umzusetzen: So baut etwa der Duisburger Logistiker Imperial eine komplett digitale Kundenplattform auf und entwickelt in seinem Berliner Supply Chain Lab innerhalb von wenigen Tagen Prototypen und innerhalb weniger Wochen marktfertige Lösungen für Kundenbedürfnisse. IHK-Präsident Burkhard Landers rief die Unternehmen in seiner Begrüßung dazu auf, weiter voranzugehen: „Die Digitalisierung ist die zentrale Herausforderung für uns alle. Als Logistikstandort Nummer eins müssen wir Vorreiter sein und neuen Konzepten offen begegnen.“

Vernetzung im Fokus moderner Mobilitätspolitik
Nahezu 300 Teilnehmer aus ganz NRW und darüber hinaus diskutierten mit den prominenten Rednern von Amazon, Klöckner & Co, Imperial, Freighthub, Saloodo, DB Schenker und vielen weiteren bis hin zu Blogger Sascha Lobo. Die Beiträge zeigten eindrücklich: Die nächsten disruptiven Technologien wie Blockchain klopfen bereits an die Tür. Wie sich Politik und Verwaltung auf die Digitalisierung einstellen, machte Ehrengast Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, deutlich: „Wir wollen NRW zur Modellregion für Mobilität 4.0 entwickeln. Die Potentiale der Digitalisierung müssen wir nutzen, um etwa das Funktionieren der Logistikketten zu optimieren. Moderne Mobilitätspolitik kümmert sich um Fragen der Vernetzung. Wir wollen neue Mobilitätskonzepte entwickeln, um Sie, die Akteure vor Ort, bei Ihren Herausforderungen zu unterstützen.“

Auch für Erich Staake, Chef von Europas größtem Binnenhafen, ist die Digitalisierung das Thema des Wirtschaftsstandorts: „Die Logistik ist heute und zukünftig herausgefordert, mit der Industrie gemeinsam als Treiber der Digitalisierung aufzutreten.“ Der Duisburger Hafen gestaltet den digitalen Wandel mit: Im kürzlich eröffneten Gründerlabor „startport“ können junge Startups Ideen für die Logistik der Zukunft entwickeln – am Pulsschlag der Logistikbranche mitten in Duisburg. Dabei unterstützen neben dem Hafen auch weitere Netzwerkpartner wie Evonik und Klöckner.

© 2018 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

Geschrieben bei auf 2. Februar 2018. Abgelegt unter Duisburg,Wirtschaft. Sie koennen allen Antworten zu diesem Eintrag folgen mit dem RSS 2.0. Kommentare und Pings sind derzeit geschlossen.