CDU-Ratsfraktion: Stadtentwicklung Hamborns mit Rhein-Ruhr-Halle

Fraktionschef Rainer Enzweiler. Foto: CDU.
Bis 2026 sollen insgesamt 50 Millionen Euro (25 Millionen vom Bund, 15 Millionen vom Land und 10 Millionen Eigenkapital der Stadt) in das Modellvorhaben im Duisburger Norden fließen. Durch Maßnahmen und Projekte in den Handlungsfeldern „Integration und Bildung“, „soziale und ökonomische Stabilisierung“, „Umweltgerechtigkeit, Klimaschutz- und Klimaanpassung “ und „Teilhabe und Öffentlichkeitsarbeit“ gilt es, das Zusammenleben im Quartier zu stärken sowie die soziale, städtebaulich-räumliche, ökologische und ökonomische Situation zu stabilisieren und zu entwickeln.

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Duisburg unterstützt die Beschlussvorlage (DS 20-0455) für das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) „Stark im Norden – Alt-Hamborn & Marxloh“, welche in der kommenden Ratssitzung am 15. Juni zur Abstimmung ansteht. „Dieses millionenschwere Entwicklungskonzept kann als Wiedergutmachung für jahrzehntelange Versäumnisse bei der Stadtentwicklung Hamborns angesehen werden und viele neue Verbesserungen für das Zusammenleben der Menschen im Quartier bewirken. Der angekündigte Einbezug der Bürgerinnen und Bürger bei der einzelnen Projektenwicklung ist sinnvoll, so dass insbesondere auch auf die Herausforderungen, die sich durch wachsende Zuwanderung ergeben, im Rahmen der Projekte eingegangen werden kann“, kommentiert Rainer Enzweiler, CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Duisburgs.

Seit Jahren dem Verfall preisgegeben: die Rhein-Ruhr-Halle in Hamborn. Foto: Petra Grünendahl.
Ein Einzelprojekt des Konzeptes stößt der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Duisburg bei Durchsicht der Beschlussvorlage allerdings auf – der geplante Abriss der Rhein-Ruhr-Halle und die Nachfolgenutzung der Fläche zur Wohnbebauung und Grünfläche. Hier will die CDU-Ratsfraktion an der Alternative einer Sanierung und Wiedernutzbarmachung der Halle festhalten.

„Der Abriss der Halle wäre sicherlich besser, als sie in ihrem jetzigen Zustand – als ein Symbol des Niedergangs – verfallen zu lassen. Aber, solange es eine Baugenehmigung gibt, besteht die Möglichkeit, die Halle zu sanieren und wieder nutzbar zu machen – zumindest als große Sporthalle, die in Duisburg fehlt oder sogar wieder als Mehrzweckhalle, wenn kostentechnisch machbar. Dies wäre auch für das Selbstbewusstsein Hamborns und den Sport eine wichtige Sache“, macht Enzweiler klar und ergänzt: „Es dürfte jedenfalls schwierig werden, Wohnbebauung an dieser Stelle zu realisieren, in unmittelbarer Nachbarschaft zum `Störfallbetrieb´ Grillo.“
Die CDU-Fraktion wird bei der Vorbesprechung der Beschlussvorlage im Ausschuss für Stadtentwicklung am kommenden Freitag auf diesen Sachverhalt eingehen.
CDU-Ratsfraktion
Fotos: CDU Duisburg (1), Petra Grünendahl (1)

 

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