Wedau-Nord: Duisburg auf dem Weg zur Technologieschmiede

Stadt Duisburg, GEBAG und Universität Duisburg-Essen entwickeln gemeinsam das Technologie-Quartier

Stadt Duisburg, GEBAG und Universität Duisburg-Essen entwickeln gemeinsam das Technologie-Quartier in Wedau-Nord. Einen Letter of Indent unterzeichneten dazu (v. l.): Oberbürgermeister Sören Link, Prof. Dr. Ulrich Radtke, Rektor Universität Duisburg-Essen und Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH. Wirtschaftsdezernent Andree Haack ist für die Entwicklung des Projektes bei der Stadt Duisburg zuständig. Foto: Uwe Köppen.
Die Stadt Duisburg, die Universität Duisburg-Essen und die GEBAG Flächenentwicklung mbH (GEBAG FE) werden gemeinsam das geplante Technologie-Quartier in Duisburg auf dem Gelände in Wedau Nord entwickeln. Die Beteiligten unterzeichneten heute eine Absichtserklärung, die die gemeinsamen Ziele und Regeln dieses Prozesses konkretisiert.

„Nie standen die Vorzeichen so gut für die Entwicklung des Brachgeländes hin zu einem pulsierenden Technologie-Quartier“, so Oberbürgermeister Sören Link. „Die Fläche gehört unserer Stadttochter GEBAG, die Universität möchte die forschungsstarken Ingenieurwissenschaften in Wedau zentrieren und die Stadt hat Gelder aus dem Kohleausstieg zur Verfügung“. Hier kämen die wichtigsten Faktoren zusammen, um mit dieser Gesamtentwicklung des Quartiers neue technologieaffine Firmen für Duisburg zu gewinnen.

Das Areal zwischen dem Sportpark Duisburg und dem Großvorhaben Sechs-Seen-Wedau möchten die drei Partner so gestalten, dass hier ein Ort mit Innovationskraft entsteht. Dafür hat der verabschiedete Rahmenplan die planerischen Leitplanken gesetzt. Vorgesehen ist, dass mittelfristig die Fakultäten der Ingenieurwissenschaften und angegliederter Institute auf circa 10 Hektar der zur Verfügung stehenden Bruttogeschossfläche umziehen.

Rektor Ulrich Radtke sieht hierin die große Chance, die Universität Duisburg-Essen am Standort Duisburg weiterzuentwickeln. „Die Ingenieurwissenschaften sind eine unserer forschungsstärksten Fakultäten. Die Gebäude, in denen unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lehren und forschen, sind mittlerweile aber zu klein und dringend sanierungsbedürftig. Dass wir hier jetzt die Möglichkeit haben, einen neuen, modernen Campus zu errichten, ist für uns ein Glücksfall,“ so Radtke.
Der neue Universitätscampus soll ca. 90.000 qm Bruttogeschossfläche betragen und Platz für 12.000 Studierende sowie 1.500 Mitarbeitende bieten. Geplant ist, dass die Universität den ersten Betrieb in Wedau in den drei denkmalgeschützten Gebäude am Standort bereits im Jahr 2024 aufnimmt.

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Neben der Ansiedlung der ingenieurswissenschaftlichen Fakultät und technologieaffinen Firmen bildet die Alte Richthalle des ehemaligen Bahnausbesserungswerkes das Herzstück dieses Quartiers. „Als Nukleus des Quartiers soll die Alte Richthalle ein lebendiger Ort auch in den Abendstunden mit Gastronomie-, Freizeit- und Veranstaltungsangeboten sein“, führt Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG FE, aus. Hier soll ein urbaner Ort geschaffen werden für den Austausch von Wissenschaft und Wirtschaft.

Ein letzter Baustein des Quartiers bildet der Umbau und die spätere Nutzung von drei denkmalgeschützten Gebäuden. Die Universität plant, für die drei denkmalgeschützten Gebäude einen Mietvertrag mit einer Mindestlaufzeit von 30 Jahren mit der GEBAG zu schließen.

Das Technologie-Quartier soll eine Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen und die Region hinaus entwickeln. Damit dies gelingt, planen UDE und Stadt Duisburg die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft für ein Technologiezentrum. Das Technologiezentrum soll das Quartier managen, indem ein Ökosystem für verschiedene Kompetenzfelder geschaffen wird und die Forschung, Unternehmen und Startups zusammengebracht werden.
Stadt Duisburg
Foto: Uwe Köppen

 

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